Beach-EM: Alle Männer-Duos in Ko-Phase – Zwei direkt ins Achtelfinale
Alle vier deutschen Männer-Duos haben bei der Beach-EM in Klagenfurt/AUT die Gruppenphase überstanden und stehen in der Ko-Phase. Die WM-Dritten Jonathan Erdmann/Kay Matysik und die „Nachrücker“ Lars Flüggen/Alexander Walkenhorst blieben auch in ihren dritten Gruppenpartien unbesiegt und zogen somit direkt in das Achtelfinale (3. August) ein. Dagegen müssen Sebastian Dollinger/Stefan Windscheif und Markus Böckermann/Mischa Urbatzka bereits in der ersten Ko-Runde antreten (2. August um 18.00 und 19.00 Uhr), da sie den Gruppensieg verpassten.
Erdmann/Matysik zeigten bei ihrem 2:1-Sieg (21-19, 17-21, 15-11) gegen die Russen Semenov/Koshkarev nicht die stärkste Leistung. Vor allem die Konsequenz im Angriff aus der Annahme ließ zu wünschen übrig, gut, dass Erdmann am Netz große Präsenz ausstrahlte und mit seinen Blocks den Sieg sicherte: „Wir hätten es heute verdient, zwei Sätze zu verlieren, aber Joni hat unsere Sideouts dann doch immer mit einem Block beendet. Über alles andere legen wir den Mantel des Schweigens und die Hitze der Sonne“, meinte Matysik nach der Partie.
Den äußeren Bedingungen fielen ein wenig Dollinger/Windscheif beim 0:2 (18-21, 18-21) gegen die Spanier Herrera/Gavira zum Opfer. Vor allem Dollinger wirkte „angeschlagen“, die Spanier servierten immer wieder auf den langen Blocker und erzielten damit Wirkung. Und so ging es nach dem Spiel sofort in den Schatten, um Kraft für das Ko-Rundenspiel zu tanken. Dann geht es gegen Semenov/Koshkarev (RUS).

Foto eventolive.it: Die Bedingungen machen Sebastian Dollinger zu schaffen.
Flüggen/Walkenhorst blieben auch in ihrer dritten Gruppenpartie ungeschlagen. Sie besiegten die Türken Giginoglu/Sekerci 2:0 (21-14, 22-20) und haben als Lohn den Abend spielfrei und Platz neun sicher. Nachdem der erste Satz locker an das deutsche Team ging, deutete beim Stand von 20-16 vieles auf ein klares 2:0 hin. Doch der letzte Punkt wollte nicht gelingen und die Türken glichen aus. Den fünften Matchball verwerteten die Deutschen dann dank eines türkischen Angriffsfehler. „Jetzt sind wir sicher Neunter, das ist einfach geil. Ich habe mir vor dem Spiel schon Gedanken darüber gemacht, das hat mir ein bisschen Angst gemacht“, gab EM-Debütant Flüggen einen Blick in seine Gefühlslage.
Gegen die starken Polen Fijalek/Prudel gab es für Böckermann/Urbatzka beim 0:2 (16-21, 16-21) trotz jeweils guter Starts (4-1) nichts zu holen. Mit der Eroberung der Führung stabilisierte sich jeweils das Spiel der EM-Mitfavoriten, und sie machten kaum noch Fehler. „Wir haben gut angefangen, aber dann unsere Eigenfehler erhöht. Nach dem ersten Satz haben die Polen kaum mehr Fehler gemacht, das zeichnet sie aus und ist deren Stärke. Jetzt ruhen wir uns aus und warten auf die Auslosung“, so Böckermann. Diese bescherte ihnen mit den Weltmeister Brouwer/Meeuwsen (NED) alles andere als einen Selbstläufer.
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