„Mission Impossible“ – Berlin glaubt an das Wunder von Kazan

„Mission Impossible“ – Berlin glaubt an das Wunder von Kazan Kazan fest im Blick: Im Spiel gegen den Titelverteidiger haben die Berliner die Hoffnung auf das Weiterkommen, trotz der Niederlage im Hinspiel, noch lange nicht aufgegeben.

Am Dienstag (22. Januar um 16.00 Uhr, live bei www.laola1.tv) wartet auf den Deutschen Meister aus Berlin das Rückspiel in den Champions League Play-Offs gegen Kazan. Nach der knappen 2:3-Niederlage im Hinspiel erwartet die Mannschaft von Trainer Mark Lebedew eine unglaublich schwere Aufgabe, um doch noch den Einzug in die nächste Runde zu schaffen. Trotz der weiten Reise und ohne die Unterstützung der eigenen Fans ist der Glaube an das Weiterkommen ungebrochen. Über die Größe der Hürde, die sie am Dienstag nehmen wollen, ist man sich dennoch bewusst.

Viel Zeit zum Verschnaufen blieb den Berlinern nicht. Unmittelbar nach dem Sieg in der Liga gegen VC Dresden, machte sich die Mannschaft am Sonntagmorgen auf den weiten Weg nach Kazan. Ungefähr 2500 Kilometer trennen beide Städte voneinander, wobei die Reise nach Russland nicht unbedingt zu den begehrtesten im Volleyball gehört. Für die Berliner ist es diese Saison allerdings nicht Neues. Schon in der Champions League Gruppenphase mussten die Männer aus der Hauptstadt die lange Reise gen Osten antreten, als es zum Duell gegen Lokomotiv Novosibirsk kam. „Diesmal war der Flug zum Glück nicht ganz so lang und die Zeitverschiebung ist mit drei Stunden auch geringer als damals in Sibirien“, konnte Mittelblocker Felix Fischer den Reisestrapazen sogar etwas Positives abgewinnen.

In der mit 1,2 Millionen Einwohnern siebtgrößten Stadt Russlands, bereitet sich die Mannschaft nun konzentriert auf das entscheidende Match in der 7.000 Zuschauer fassenden „Saint-Petersburg-Arena“ vor. Denn trotz der unglücklichen und knappen 2:3-Niederlage im Hinspiel, glaubt das Team aus der Hauptstadt noch an die Möglichkeit das Unmögliche zu schaffen und den Titelverteidiger zu stürzen. „Wir fahren mit viel Selbstvertrauen nach Russland“, gibt sich Trainer Mark Lebedew bewusst selbstbewusst, unterschätzt aber keinesfalls die Schwere der Aufgabe, welche in Kazan erst einmal bewältigt werden muss: „Nach der langen Reise und ohne unsere Fans im Rücken wird es wesentlich schwieriger als letzte Woche. Außerdem kennt Kazan uns jetzt ganz genau, kann uns also besser einschätzen. Durch die Ausfälle von Scott Touzinsky und Roko Sikiric sind zwar weniger taktische Variationen möglich, aber ich habe volles Vertrauen in den Rest des Kaders. Wir werden morgen auf jeden Fall noch einmal alles geben.“

Nur mit einem Sieg am Dienstag haben die Berliner noch die Chance auf das Weiterkommen (egal mit welchem Satzresultat). Schaffen sie es, das Spiel zu gewinnen, wird sofort im Anschluss mit dem sogenannten „Golden Set“, einem weiteren Satz bis 15 Punkte, um den Einzug in nächste Runde der Champions League Play-Offs gespielt. Die übrigen vier deutschen Europapokal-Teilnehmer greifen am Mittwoch und Donnerstag an.