U21 Beach-WM: Auslosungs-Chaos in Kanada – Guter Start für Aulenbrock/Behrens
Der Start in die U21 Beach-WM im kanadischen Halifax verlief völlig chaotisch: Die Auslosung des Frauen-Turniers musste zweimal durchgeführt werden, weil sich heraus gestellt hatte, dass die zwei Teams aus Venezuela beides Frauen-Teams waren… Zudem sorgte Hurrikane Isaak dafür, dass einige Teams aus den Karibikstaaten nicht pünktlich eintrafen.
Für die deutschen Duos verlief der erste Tag Turniertag völlig unterschiedlich: Christine Aulenbrock/Kim Behrens (Hamburger SV/USC Münster) siegten zweimal ohne Probleme in der Gruppenphase. Dagegen stehen Sandra Seyfferth/Anika Krebs (Dresdner SC/VC Olympia Berlin) nach zwei Niederlagen vor dem dritten Gruppenspiel mächtig unter Druck. Dominik Stork/Fabian Schmidt (TSV Grafing/VC Offenburg) greifen erst am 30. August in das Geschehen ein.
Ganze 42 Punkte gabe Aulenbrock/Behrens gegen Teams aus Kanada und Venezuela in den vier Sätzen ab, in denen sie überhaupt nicht gefordert wurden. Dies könnte im finalen Spiel um den Gruppensieg gegen Norwegen schon anders werden. Bundestrainer Elmar Harbrecht meinte: „Die Beiden sind sehr souverän und abgeklärt ins Turnier gestartet und sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Beide Spiele zeigten, dass sowohl Tine als auch Kim sich vor allem mental und taktisch sehr stark entwickelt haben in der vergangenen Saison.“
Dagegen stehen Seyfferth/Krebs nach zwei Dreisatz-Niederlagen gegen Teams aus Kasachstan und Brasilien unter Siegzwang. Nur mit einem abschließenden Erfolg gegen ein US-Team ist der Einzug in die Ko-Runde sicher. Harbrecht ist zuversichtlich: „Anika und Sandra starteten etwas unglücklich in ihren sicher auch sehr starken Pool. Im Spiel gegen Brasilien, die in diesem Turnier sicher wieder zu den Favoriten mitgezählt werden müssen, konnten sie zeigen, auf welch hohem Niveau sie spielen können und konnten den ersten Satz für sich entscheiden. Für das entscheidende morgige Spiel kann man daher sehr zuversichtlich starten.“
Auch die Auslosung des Männerfeldes ging nicht komplikationslos über die Bühne: „Leider sind nur 27 von möglichen 32 Teams am Start. Das ist schade für die Nationen, die gerne ein zweites Team im Turnier gehabt hätten und vor allem schade, weil den anwesenden Teams die Chance genommen wird, Turniererfahrungen auf diesem Niveau zu sammeln.“ Auch der DVV hätte gerne ein zweites Männer-Duo zur WM geschickt.
Ergebnisse mit deutscher Beteiligung
Aulenbrock-Behrens GER [4] Monette-MacDougall CAN [29] 2-0 (21-8, 21-14)
Aulenbrock-Behrens GER [4] LUPE-GINA VEN [20] 2-0 (21-6, 21-14)
Samalikova-Bogatu KAZ [10] Seyfferth-Krebs GER [23] 2-1 (21-16, 18-21, 15-13)
Drussyla-Rebecca BRA [7] Seyfferth-Krebs GER [23] 2-1 (19-21, 21-11, 15-9)