Olympia-Qualifikation (F): Türkei im Finale

Olympia-Qualifikation (F): Türkei im Finale Der Gastgeber jubelt weiter. Im vierten Spiel konnte die Türkei den vierten Sieg einfahren und steht damit im Finale um das Olympia-Ticket

Mit einer starken Leistung hat die Türkei im Halbfinale Weltmeister Russland mit 3:1 (26-28, 26-24, 25-16, 25-21) besiegt und steht damit im Finale um das einzige Ticket für London bei der europäischen Olympia-Qualifikation in Ankara.

In den ersten beiden Sätzen war es eine sehr umkämpfte Partie zwischen dem Gastgeber und dem Weltmeister, ab dem dritten Satz konnten die Türkinnen dann immer besser ihre Angriffe durchbringen und im Gegenzug die Russinnen stoppen. Die Zuschauer in der ausverkauften Halle in Ankara sorgten mit einem ohrenbetäubenden Lärm während der gesamten Partie für eine Atmosphäre, die den Gastgeber noch mal zusätzlich Schwung verlieh. So siegten die Türkinnen nach 114 Minuten Spielzeit verdient und zogen damit in das morgige Finale ein.
Gegner dort wird Polen sein, welches das deutsche Team im ersten Halbfinale mit 3:1 (25-22, 16-25, 25-14, 25-17) besiegen konnte. Nur der Sieger des Finals wird an den Olympischen Spielen in London teilnehmen.

Aus deutscher Sicht ist damit der ‚worst case’ eingetreten. Das DVV-Team selbst spielt nicht mehr um das Olympia-Ticket beim Turnier in Ankara und da auch Russland oder Serbien sich nicht vorzeitig qualifizieren konnten, erhält das deutsche Team keinen Startplatz beim letzten Olympia-Qualifikationsturnier in Japan. Der Traum der Teilnahme an den Olympischen Spielen ist damit ausgeträumt. Die Enttäuschung im deutschen Team war dementsprechend. „Wir sind alle sehr sehr traurig, dass wir unser großes Ziel nicht erreicht haben. Wir haben die letzten vier Jahre alle so hart dafür gearbeitet und hatten uns mit den Erfolgen in der jüngsten Vergangenheit eine gute Ausgangslage geschaffen“, resümiert Bundestrainer Giovanni Guidetti. „Jetzt direkt ist es noch zu früh eine umfangreiche und passende Analyse machen zu können woran alles gelegen hat. Ich kann dem Team aber keinen Vorwurf machen. Die Spielerinnen haben alles versucht und gegeben und wir wollten das Turnier hier unbedingt gewinnen. Aber man muss dann auch eingestehen, wenn ein Gegner besser ist und das war Polen heute“, sagt der enttäuschte Bundestrainer um anschließend doch eine erste Analyse abzugeben. „Uns war vor diesem Turnier klar, dass wir keine optimale Vorbereitung haben – erst eine Woche vor dem Turnier war das Team komplett und aufgrund von Verletzungen hat zum Beispiel die erste Sechs in Testspielen vorher gerade mal einen Satz zusammen agieren können. Das ist natürlich viel zu wenig. Das konnten sich andere Teams viel besser einspielen und vorbereiten. Wir hatten gehofft im Turnier selbst diesen Nachteil Schritt für Schritt aufholen zu können, aber das ist uns im Vergleich zu der Türkei oder Polen nicht gelungen. Mit etwas Abstand werden wir die gesamte Situation aber noch mal ganz genau aufbereiten. “

Am frühen Montagmorgen wird das Team dann nach Deutschland zurück fliegen und sich ab dem 18. Mai auf den Grand Prix vorbereiten, der im Juni beginnt.

Die europäische Olympia-Qualifikation in Ankara