London 2012: Reines US-Finale bei den Frauen

London 2012: Reines US-Finale bei den Frauen Greifen zum dritten Mal nach olympischem Gold! Kerri Walsh (rechts) und Misty May-Treanor (USA).

Gold und Silber für die US-Frauen im olympischen Beach-Volleyball Turnier, das steht nach den Halbfinals fest: Nachdem sich die Titelverteidigerinnen Walsh/May-Treanor (USA) ihr Halbfinale knapp 2:0 (22-20, 22-20) gegen die CHinesinnen Xue/Zhang Xi gewannen, sorgten Kessy/Ross für die Überraschung, als sie die Weltmeisterinnen Juliana/Larissa (BRA) mit 2:1 (15-21, 21-19, 15-12) bezwangen. Am 8. August (20.00 Uhr) spielen zunächst Xue/Zhang Xi und Larissa/Juliana um Bronze, um 22.00 Uhr steigt das große US-Finale.

Walsh/May-Treanor hatten Schwerstarbeit zu verrichten, um die an zwei gesetzten Chinesinnen zu bezwingen. Im ersten Satz holten sie einen scheinbar uneinholbaren 8-13-Rückstand auf, übernahmen beim 17-16 erstmals die Führung und verwerteten ihren dritten Satzball. Der zweite Satz verlief ähnlich, nur umgekehrt. Die US-Amerikannerinnen waren ständig vorne - mit bis zu drei Punkten - ehe die Chinesinnen kurz vor Schluss in Führung gingen und sich auch einen Satzball erarbeiteten. Doch die zweifachen Olympiasiegerinnen bewiesen abermals ihre Klasse, wehrten diesen ab und nutzten gleich im Anschluss ihren ersten Matchball. Damit haben Walsh/May-Treanor die unglaubliche Gelegenheit, einen olympischen "Gold-Hattrick" nach den Siegen in Athen und Peking zu landen.

Dies wollten Juliana/Larissa verhindern und die großen Widersacherinnen wie schon im WM-Finale 2011 bezwingen. Nach klarem ersten Satz sah es beim 12-8 im zweiten Satz ebenfalls nach einer deutlichen Angelegenheit aus. Doch Kessy/Ross, die Weltmeisterinnen von 2009, kämpften um jeden Ball und vor allem Larissa verlor die Souveränität in ihren Aktionen. Beim 15-16 übernahmen die US-Girls erstmals die Führung, die sie nicht mehr abgaben. Dieses Szenario setzte sich im finalen Durchgang fort, Ross/Kessy gaben das Tempo vor und erkämpften sich einen entscheidenden Drei-Punkte-Vorsprung (10-13). Das reichte für den Einzug in das Finale. Den Brasilianerinnen droht nach 2008 zum zweiten Mal ein Turnier ohne jegliche Medaille.