London 2012: Mit breiter Brust in zweite Partie
Nach dem erfolgreichen Auftakt in das olympische Beach-Volleyball Turnier stehen Katrin Holtwick/Ilka Semmler und Julius Brink/Jonas Reckermann am 30. Juli zum zweiten Mal im Sand. Gegner sind dann die Gold-Favoritinnen Juliana/Larissa (BRA, 16.30 Uhr) und die Chinesen Xu/Wu (15.30 Uhr, beide live im Stream von ARD & ZDF).
Das ehemalige absolute Weltklasse-Team aus China steht bereits nach der ersten Partie unter Druck, denn die ging gegen die Schweizer Heyer/Chevallier in drei Sätzen verloren. Die Chinesen, mit 2,02 m und 1,98 m eines der größten Teams im Circuit, scheinen über ihren Zenit hinaus, sorgten aber direkt vor dem olympischen Turnier für ein starkes Ergebnis in Klagenfurt (5. Platz). Zweimal trafen beide Teams bislang aufeinander, jedes Team konnte einmal gewinnen. "Sicher ist da noch Luft nach oben“, meinte Brink nach dem Auftakterfolg gegen die Russen Semenov/Prokopiev. Mit einem zweiten Sieg wäre der Sprung ins Achtelfinale sicher.
Den weitaus größeren „Brocken“ müssen Holtwick/Semmler aus dem Weg räumen. Juliana/Larissa sind die eins der Setzliste und der Top-Favorit auf die Goldmedaille. Im direkten Vergleich beider Teams steht es 6:2 für die Brasilianerinnen, doch Bange machen gilt nicht wie Holtwick sagt: „Wir sind sicherlich nicht der Favorit in der Partie, aber haben letztes Jahr bewiesen, dass wir auch die Beiden schlagen können. Ich denke, wir können mutig spielen und schauen dann, was passiert.“
Nach dem wichtigen Auftaktsieg gegen die WM-Vierten Klapalova/Hajeckova kann das DVV-Duo entspannt in die Partie gehen: „Das Spiel war natürlich sehr wichtig: 2 gegen 3 im Pool ist auch bei Grand Slams oft ein entscheidendes Spiel. Es wäre natürlich nichts verloren gewesen bei einer Niederlage, aber so ist die Chance auf Platz 2 oder besser in der Gruppe natürlich sehr hoch. Dennoch bleiben wir bei unserer Philosophie, dass jedes einzelne Spiel zählt und nur das nächste“, so Semmler.
Die Vorbereitung auf das „Spitzenspiel“ in der Gruppe verlief unspektakulär und entspannt: „Wir haben heute ein kleines bisschen ruhiger gemacht ohne Balltraining im Sand. Wir haben uns aber nachher noch etwas bewegt und uns im Dorf eingespielt”, so Holtwick. Das hatte Trainer Andreas Künkler bereits nach dem Auftaktsieg angedeutet, “da wir sieben Tage hintereinander lang trainiert haben.”
Sara Goller/Laura Ludwig und Jonathan Erdmann/Kay Matysik müssen nach ihrem heutigen ersten Spiel erst am 31. Juli wieder in den Sand.