London 2012: Holtwick/Semmler verlieren gegen Top-Favorit
Erste Niederlage für Katrin Holtwick/Ilka Semmler im olympischen Beach-Volleyball Turnier in London. Die Berlinerinnen unterlagen dem Gold-Favoriten, den Weltmeisterinnen Juliana/Larissa (BRA) 0:2 (18-21, 13-21). Es war im neunten Vergleich beider Teams die siebte Niederlage aus deutscher Sicht. Dennoch hat das DVV-Duo sehr gute Chancen, als Zweiter in das Achtelfinale einzuziehen, denn am 1. August wartet mit Li Yuk Lo/Rigobert (MRI) der ganz große Außenseiter in der Gruppe.
Der Start in die Partie missriet völlig, Larissa setzte das DVV-Duo mit langen Flatteraufschlägen unter Druck. Beim 0:3 nahmen Holtwick/Semmler bereits ihre erste Auszeit. Die wirkte, denn ab sofort waren die Außenseiter besser „drin“ in der Partie (4-5). Aber die Schwierigkeiten in der Annahme blieben, bei fast jedem Service der Brasilianerinnen war kein optimaler Angriffsaufbau möglich, der Favorit setzte sich wieder ab (5-10). In der Folge sahen die Zuschauer auf dem ausverkauften Center Court einige schöne Ballwechsel, die sich beide Teams untereinander aufteilten. Beim 15-20 gab es Satzbälle für die Brasilianerinnen, drei konnten Holtwick/Semmler abwehren, beim vierten schlug Juliana den Block von Semmler an.
Auch zu Beginn des zweiten Satzes agierten die Brasilianerinnen überlegen: Larissa zeigte ihre Qualitäten in der Abwehr und verwertete die anschließenden Punktchancen ganz sicher (1-5). Wie im ersten Satz kamen Holtwick/Semmler anschließend besser in die Partie, ohne der Nummer eins jedoch zunächst näher zu kommen (6-10). Nach einem der seltenen Angriffsfehler der Brasilianerinnen sowie einer starken Abwehr von Holtwick betrug der Rückstand nur noch drei Zähler (11-14). Zu mehr reichte es jedoch nicht, weil die Weltmeisterinnen keine Schwächen mehr zeigten. Der jeweils schwache Beginn in den Sätzen verhinderte aus deutscher Sicht ein besseres Ergebnis.
Trainer Andreas Künkler war nicht zufrieden mit seinem Team: "Die Beiden waren sehr unpräzise im Sideout, Annahme und Zuspiel waren ungenau, die Beinarbeit war unzureichend. Zwar haben wir unsere Breaks gemacht, aber mit der Sideout-Quote kann man gegen so ein Top-Team nicht gewinnen."
Katrin Holtwick sagte: „Wir haben gegen eines der besten Teams der Welt gespielt und da ist es schon schwer, überhaupt zum Sieg zu kommen. Da muss auf unserer Seite aber wirklich alles passen, was heute nicht unbedingt der Fall war. So hatten wir einige Probleme im Spielaufbau und im Zuspiel. Zudem machte uns der Wind sehr zu schaffen. Manchmal wussten wir nicht, wie die Bälle kommen.“
Ilka Semmler meinte: „Der Wind war sehr unangenehm und hat uns immer wieder Probleme bereitet. Das Publikum hier ist großartig. Das wirkt sich auch sehr positiv auf das Spiel aus.“
„Spielfilm“
1. Satz: 0-3, 3-5, 4-8, 5-10, 7-13, 9-16, 11-18, 14-18, 15-20, 18-20
2. Satz: 1-5, 2-7, 5-9, 7-12, 9-14, 12-16, 13-19
Stimme folgt