Europapokal (F/M): Deutsche Teams erwischen einen schwarzen Tag in der Champions League – VT Aurubis Hamburg im Challenge Cup souverän weiter

Europapokal (F/M): Deutsche Teams erwischen einen schwarzen Tag in der Champions League – VT Aurubis Hamburg im Challenge Cup souverän weiter In einem spannenden Spiel gingen die Berliner als Verlierer vom Platz und mussten auf Schützenhilfe hoffen.

Der letzte Spieltag der Gruppenphase hätte sich für die deutschen Teams beinahe zu einem schwarzen Mittwoch entwickelt. Während die Berliner sich nach der 1:3-Niederlage in die Champions League Play-Offs gezittert haben, überwintert Generali Haching nächstes Jahr im CEV-Cup. Für Friedrichshafen ist nach der Niederlage gegen Innsbruck die Saison auf der europäischen Bühne beendet. Damit blickt die Mannschaft von Trainer Stelian Moculescu auf eine ungewisse Zukunft in Europa. Den einzigen Sieg konnten die Frauen aus Hamburg feiern und souverän in die nächste Runde des Challenge Cups einziehen.

Berlin verliert gegen Ceske Budejovice und zittert sich in die Play-Offs 1:3 (25:21, 17:25, 23:25, 23:25)
Trotz der Niederlage gegen den tschechischen Meister hat die Mannschaft aus der Hauptstadt die nächste Runde erreicht. Damit sind sie neben dem Schweriner SC das einzige deutsche Team, dem dies gelang. Dabei machte es die Mannschaft von Trainer Mark Lebedew noch einmal richtig spannend. Nachdem der erste Satz noch gewonnen werden konnte, hatte der deutsche Meister im Laufe der Zeit immer mehr Probleme mit dem variablen Spiel der Tschechen. Erst im dritten und vierten Satz konnten sie dem Gegner noch etwas entgegensetzen, verpassten es aber, in den entscheidenden Momenten, die Punkte zu machen. Am Ende feierten die Tschechen ihren zweiten Sieg in der Champions League und die Qualifikation für den CEV-Cup. Die Berliner mussten dagegen auf die anderen Ergebnisse warten, um die Gewissheit zu haben, auch nächstes Jahr sich mit dem Besten aus Europa messen zu können. Aufgrund der 1:3-Niederlage waren sie auf Schützenhilfe von Kazan/RUS aus der Gruppe B und Dupnitsa/BUL aus der Gruppe F angewiesen. Am Ende reichten die elf Punkte, weil sie ein besseres Punkt- bzw. Satzverhältnis gegenüber Roeselare/BEL und Izmir/TUR aufweisen konnten.

Unterhaching scheidet nach der Niederlage gegen ACH Volley Ljubljana aus 1:3 (28:30, 20:25, 25:17, 26:28)
Bis zuletzt hatten sie in Unterhaching die Hoffnung auf die Play-Offs der Champions League nicht aufgegeben, mussten nach der Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen die Slowenen, aber alle Träume begraben. Eine kleine Vorentscheidung fiel bereits im hart umkämpften ersten Satz, als Generali Haching am Ende zwei Satzbälle ungenutzt ließ. Im darauffolgenden Tie-Break waren es dann die Slowenen, die es besser machten und den Satz für sich entscheiden konnten. Danach herrschte große Ernüchterung bei der Mannschaft von Trainer Mihai Paduretu und die Luft schien raus aus ihrem Spiel. Nachdem auch der zweite Satz verloren ging und damit das Aus in der Champions League besiegelt wurde, lief es plötzlich immer besser. Der Druck, das Spiel mit einem 3:0 oder 3:1 gewinnen zu müssen, war verschwunden und sorgte gleich dafür, dass der Vizemeister auf 1:2 verkürzen konnte. Allerdings bewies Ljubljana auch im vierten Satz die bessere Nervenstärke an diesem Abend und gewann letztendlich mit 3:1. Acht Punkte reichten am Ende dennoch, um sich für den CEV-Cup zu qualifizieren und in Europa zu überwintern.

Friedrichshafen enttäuscht gegen Innsbruck 2:3 (20:25, 22:25, 25:21, 25:17, 12:15)
Für den Champions League Sieger von 2007 ist die Saison in Europa schon in der Vorrunde vorbei. Mit der Niederlage beendet die Mannschaft von Trainer Stelian Moculescu die Gruppenphase auf einem enttäuschenden dritten Platz. Zwei Siege und eine magere Punkteausbeute von fünf Zählern, reichten am Ende nicht einmal für die Qualifikation des CEV-Cups. Nach dem 0:2 Rückstand konnte sich das Team vom Bodensee noch in den Tiebreak retten, hatte beim Stand von 0:2, aber keine Chance mehr, doch noch in Europa zu überwintern. Die Österreicher konnten dagegen ihren ersten Sieg nach fünf Niederlagen feiern und sich über einen versöhnlichen Abschied aus der Königsklasse freuen. Nach der Pokalniederlage gegen Düren bleibt dem VFB damit nur noch die Meisterschaft, um sich auch nächstes Jahr für die Champions League zu qualifizieren.

VT Aurubis Hamburg gewinnt gegen ZOK Rijeka und feiert den Einzug ins Achtelfinale im Challenge Cup 3:0 (25:21, 25:22 und 25:17)
Den einzigen Sieg eines deutschen Teams am Mittwoch, konnten die Hamburgerinnen gegen ZOK Rijeka bejubeln. Nach dem Krimi im Hinspiel gestalteten sie es im Rückspiel um einiges souveräner und gewannen verdient mit 3:0. Der kroatische Meister stemmte sich vor allem in den ersten beiden Sätzen, mit aller Macht, gegen die drohende Niederlage und lieferte sich mit den Hamburgerinnen lange Ballwechsel, bei denen um jeden Ball gekämpft wurde. Mit dem Erfolg konnten sie gleich in ihrer ersten europäischen Saison in das Achtelfinale des Challenge Cups einziehen. In der nächsten Runde treffen sie auf Kfar Saba aus Isreal, die sich gegen ZOK Split aus Kroatien durchsetzen konnten.