DVV-Männer: Ungeschlagen ins zweite Turnier – 3:0 gegen Schweden
Die deutschen Männer haben mit der Maximalausbeute von neun Punkten Teil eins der EM-Qualifikation in Kharkiv/UKR beendet: Mit dem souveränen 3:0 (25-22, 25-20, 25-19) gegen Schweden gab es nach dem 3:1 gegen die Ukraine und dem 3:0 gegen Slowenien den dritten Sieg, der die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen mit großen Schritten in Richtung Gruppensieg und Direkt-Qualifikation für die EM-Endrunde 2013 in Dänemark und Polen schreiten lässt. Punktbeste Spieler waren Georg Grozer (16) und Denis Kaliberda (12). Das zweite Turnier gegen die gleichen Gegner findet vom 13. bis 15. September in Maribor/SLO erneut aufeinander.
Bundestrainer Vital Heynen stellte gegen die Schweden „offensiv“ auf, denn mit Georg Grozer und Jochen Schöps standen zwei etatmäßige Diagonalangreifer auf dem Feld, Schöps verrichtete aber seine Arbeit als annehmender Außenangreifer. Daneben begannen Lukas Kampa, Denis Kaliberda, Marcus Böhme, Felix Fischer und Markus Steuerwald.
Und die beiden deutschen „Punktmaschinen“ legten gleich gut los und punkteten jeweils per Aufschlag. Zwar glichen die Schweden kurzfristig aus (9-9), doch nach einem Ass von Kampa war der Vorsprung auf komfortable fünf Punkte angewachsen (17-12). Dass die Variante mit Schöps auch seine Schwächen birgt, sah man in der Folge – die Annahme „wackelte“ (22-21). Sebastian Schwarz kam für Schöps, Kaliberda blockte den ersten Satzball dem Gegner vor die Füße.
Den zweiten Satz gestalteten die Schweden – angeführt von ihrem einzigen Weltklassespieler Marcus Nilsson – ausgeglichen und gar mit kleinen Vorteilen (14-16). Anschließend zog der Olympia-Fünfte aber merklich an, erhöhte den Druck im Aufschlag und Angriff und provozierte dadurch gegnerische Fehler (24-19). Zwar konnten die Schweden den ersten Satzball noch abwehren, beim zweiten setzte sich die Ur-Gewalt von Grozer durch.
Schwarz begann in Satz drei für Schöps, und Team Deutschland übernahm dieses Mal von Beginn an das Kommando. Über 8-6, 13-9 und 19-14 wurde der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut. Beim 23-18 kam Georg Klein zu seinem Länderspiel-Debüt, Heynen wechselte den Dürener Mittelblocker zum Aufschlag ein. Den letzten Punkt der Partie machte Fischer per Schnellangriff.
Vor allem im Angriff (58% zu 41%) und Block (12 zu 3) waren die Unterschiede zwischen dem Weltklasse-Team aus Deutschland und den zweitklassigen Schweden deutlich. Und immer, wenn es nötig war, konnte der Weltranglisten-10. in seiner Leistung zulegen.
Felix Fischer sagte danach: "Wir haben uns in der Teamleistung wieder gesteigert. Im team werden wir von Spiel zu Spiel immer eingespielter, was auch für das nächste Wochenende wichtig ist. Wir haben eine gute Ausgangsposition für die letzten Spiele und sind hoffentlich bald bei der EM."
Der deutsche Kader: Marcus Böhme (Altotevere Umbro/ITA), Felix Fischer (Berlin Recycling Volleys), Christian Fromm (Citta di Castello/ITA), Georg Grozer, Lukas Kampa (Belgorod/RUS), Denis Kaliberda (Valentia/ITA), Georg Klein (evivo Düren), Marcus Popp (Tours/FRA), Jochen Schöps (Rzeszow/POL), Sebastian Schwarz (Perugia/ITA), Markus Steuerwald (Paris/FRA), Simon Tischer (Wegiel/POL)
Die EM-Qualifikation für die DVV-Männer
7.-9. September in Charkiv/UKR (deutsche Zeiten)
7.9.: SLO-SWE 3:1 / GER-UKR 3:1
8.9.: GER-SLO 3:0 / UKR-SWE 3:2
9.9.: GER-SWE 3:0 /UKR-SLO
13.-15. September in Maribor/SLO (deutsche Zeiten)
13.9.: GER-UKR (17.00 Uhr)
14.9.: GER-SLO (20.00 Uhr)
15.9.: GER-SWE (17.00 Uhr)
Die sechs Gruppen der EM-Qualifikation in der Übersicht
Gruppe A in Portugal und der Türkei: Portugal, Türkei, Weißrussland, Großbritannien
Gruppe B in Belgien und Estland: Belgien, Estland, Israel, Niederlande
Gruppe C in Österreich und der Tschechischen Republik: Österreich, Tschechische Republik, Mazedonien, Kroatien
Gruppe D in Griechenland und Finnland: Griechenland, Finnland, Montenegro, Rumänien
Gruppe E in der Ukraine und Slowenien: Ukraine, Slowenien, Deutschland, Schweden
Gruppe F in Ungarn und Lettland: Ungarn, Lettland, Frankreich, Spanien