Beach-EM: Brink/Reckermann im Halbfinale – Zwei DVV-Duos starke Fünfte

Beach-EM: Brink/Reckermann im Halbfinale – Zwei DVV-Duos starke Fünfte Ein starkes Turnier von Karla Borger (im Angriff) und Britta Büthe endete auf Platz fünf.

Die Titelverteidiger greifen auch in Den Haag/NED nach der europäischen Krone. Julius Brink/Jonas Reckermann stehen nach einem 2:0 (21-13, 21-17) gegen Thomas Kaczmarek/Alexander Walkenhorst im Halbfiale der Beach-EM und spielen um die Medaillen. Gegner in der Vorschlussrunde sind die Polen Kadziola/Szanlankiewicz (18.00 Uhr, live bei www.laola1.tv). Kaczmarek/Walkenhorst blieb ein starker fünfter Platz (300 Weltranglistenpunkte und 4.000 Euro Preisgeld), gleiches gilt für Karla Borger/Britta Büthe, die im Viertelfinale 1:2 (21-19, 10-21, 10-15) an den Spanierinnen scheiterten. Die anderen fünf deutschen Duos waren allesamt als Neunte am 1. Juni ausgeschieden.

Was für eine Demonstration der Stärke: Julius Brink und Jonas Reckermann gewannen ihr Viertelfinale bei der Beachvolleyball-EM in Den Haag gegen ihre deutschen Landsleute Thomas Kaczmarek und Alexander Walkenhorst überaus deutlich mit 2:0 (21:13, 21:17) und zeigten dabei, dass es nach Reckermanns Schulterverletzung spürbar bergauf geht. "Es ist beeindruckend, wie schnell das geht", sagte Brink nach dem Sieg D-Zug-Tempo. "Wenn sie einmal vorne sind, hast du gegen sie keine Chance", sagte Walkenhorst: "Das sind zwei der weltbesten Einzelspieler, diese Qualität ist schon schwer beeindruckend." Kaczmarek sprach von der "entspanntesten Niederlage überhaupt". Das Überraschungsteam konnte schon zwei Minuten nach dem Matchball wieder lachen: "Wir freuen uns über Platz fünf", sagte Walkenhorst, "und wünschen Julius und Jonas nun, dass sie hier den Titel holen." Zwei Siege fehlen noch, zunächst geht es heute um 18 Uhr im Halbfinale gegen die Polen Kadziola-Szalankiewicz. Das Finale findet am morgigen Sonntag auf dem Center Court am Strand von Scheveningen statt.

Nach der Satzführung produzierten Borger/Büthe einfach zu viele Fehler, um sich gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden Gegner durchsetzen zu können. "Wir hatten im Sideout Probleme", sagte Karla Borger nach dem Matchball, "im ersten Satz konnten wir das noch drehen, aber dann hat es nicht gereicht." Kurz nach dem Ausscheiden konnte sich die Abwehrspielerin über Platz fünf und den Umstand, das beste deutsche Frauenteam zu sein, kein bisschen freuen: "Ich bin mega-enttäuscht, weil ich das Gefühl habe, dass die Niederlage mehr an uns lag als an unseren Gegnern." Platz fünf und drei Mal Platz neun, das ist weit weniger, als die erfolgsverwöhnten deutschen Frauen bei Europameisterschaften gewohnt sind. Zum ersten Mal seit 2006 gibt es keine Medaillen.

Ergebnisse und Ansetzungen mit deutscher Beteiligung
Liliana-Baquerizo ESP [21] Borger-Büthe GER [9] 2-1 (19-21, 21-10, 15-10)

Brink-Reckermann GER [1] Kaczmarek-Walkenhorst GER [15] 2-0 (21-13, 21-17)

18:00 1 Kadziola-Szalankiewicz POL [23] Brink-Reckermann GER [1]

(VM/EB)