World League: Hochzeitsreise World League

World League: Hochzeitsreise World League Ein starkes Team sowohl beim VfB Friedrichshafen als auch bei der Nationalmannschaft: Oliver und Kathrin Klenk.

Friedrichshafen (rep) - Sie tragen beide das weiße T-Shirt mit den schwarz-rot-goldenen Streifen darauf. Er sitzt auf der Bank und betreut die Spieler, sie sitzt vor einem Laptop am Spielfeldrand in der ZF Arena. Die Arbeitsabläufe von Kathrin und Oliver Klenk vor und nach den Partien sind gut eingespielt und inzwischen zur professionellen Routine geworden. Die Klenks sind jetzt bereits seit über fünf Jahren in verschiedenen Teams des Deutschen Volleyball-Verbandes als Physiotherapeuten aktiv, seit zwei Jahren nun in der medizinischen Abteilung der Männer-Nationalmannschaft. Sie sind das Physioteam des VfB Friedrichshafen und außerdem seit einigen Wochen verheiratet.

„Wir haben uns schon vor über sieben Jahren während der Ausbildung zum Physiotherapeuten in Waldenburg (bei Schwäbisch Hall, Anmerkung der Redaktion) kennengelernt“, sagt Oliver Klenk. Nach dieser langen Zeit der Partnerschaft fiel die Entscheidung zur Eheschließung dann in diesem Jahr: Am 28. Mai gaben sich der 1,98 Meter lange Oliver Klenk und die 1,70 Meter große Kathrin Wiedmaier das Ja-Wort. „Die Resonanz im Umfeld der Nationalmannschaft war sehr positiv“, sagt die Ehefrau, die nun Klenk heißt. „Wir haben zahlreiche Glückwünsche erhalten und einige der Spieler sind zu unserer Hochzeit erschienen.“

Die Flitterwochen im Hause Klenk müssen allerdings noch eine Weile warten. Neben der World League steht auch die Olympiaqualifikation mit der Nationalmannschaft auf dem Programm. Das bedeutet: Die Hochzeitsreise kann womöglich erst im kommenden Jahr angetreten werden. „Das ist davon abhängig, wie die Spiele verlaufen“, sagt Kathrin Klenk. „Sie haben oberste Priorität.“

Arbeitstechnisch bekommen die beiden bei diesen zeitintensiven Aufgaben in Verein und Nationalmannschaft aber gute Unterstützung. Sobald das Ehepaar Klenk unterwegs ist, wird es beim VfB Friedrichshafen und bei der Nationalmannschaft durch Physiotherapeut Ulf Nitschke vertreten. „Das ist sehr wichtig für uns“, sagt Oliver Klenk. „Nur so ist es möglich, dass wir uns voll und ganz auf die Angelegenheiten des Nationalteams konzentrieren können.“

Gleichzeitig Ehepartner und Arbeitskollege zu sein, mag für manche sicherlich eine schwierige Mischung sein. Nicht jedoch für die Klenks. „Jeder von uns hat seine Aufgabenbereiche, aber wir helfen und ergänzen uns gegenseitig hervorragend“, sagt Kathrin Klenk. Er konzentriert sich vorwiegend auf die Arbeit als Physiotherapeut und sie organisiert in der Position als Teammanagerin viele Dinge um die Mannschaft herum. So ist die Arbeits(ver)teilung klar definiert, aber man hilft sich untereinander wo man kann. „Natürlich“, sagt Oliver Klenk, „helfen wir uns auch gegenseitig, wenn Bedarf besteht“.

Der Ehegatte sieht den Vorzug, seine Frau auch als Arbeitskollegin zu haben, aber noch von einer anderen Seite. „Eine Frau als Teammanagerin tut der Nationalmannschaft fachlich und menschlich betrachtet sehr gut. Dass es sich dabei um meine Frau handelt, ist mein Glück“, sagt er. „Wir versuchen natürlich, unser Privatleben vom Arbeitsalltag zu trennen und mit größtmöglicher Professionalität den Anforderungen an solch verantwortungsvolle Positionen nachzukommen.“

Beruflich sind die Verhältnisse also klar bestimmt und auch bei der Frage, wer denn zu Hause „die Hosen an“ hat, kommt die Antwort prompt. „Also beim Anschneiden der Hochzeitstorte war meine Hand ganz klar oben“, sagt Kathrin Klenk lachend. Dies bestätigt auch der Ehegatte, fügt jedoch hinzu: „Wir zwei ergänzen uns prima. Kathrin ist eher die impulsivere und aktivere von uns beiden. Ich bin eher der ruhende Pol. So hat jeder seine Stärken, die wir sehr am anderen schätzen.“

Auch, was die Zukunft betrifft, haben die Klenks schon einen Plan. „Klar wollen wir weiterhin sowohl für den VfB Friedrichshafen als auch für die Nationalmannschaft tätig sein“, sagt Oliver Klenk. Und Kathrin Klenk ergänzt: „Wir haben bei beiden Tätigkeiten so viele Freundschaften geknüpft, dass wir uns ein Leben ohne gar nicht mehr vorstellen können.“

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(VfB Friedrichshafen)