U19-EM (m): DVV-Team weiter glück- und sieglos

U19-EM (m): DVV-Team weiter glück- und sieglos Wie schon in den beiden Spielen zuvor – hier im Match gegen Serbien – verlor die DVV-Auswahl auch ihr drittes EM-Spiel – mit 2:3-Sätzen

Das deutsche U19-Team muss sich derzeit bei der EM in Ankara/TUR fühlen wie im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Jeden Tag treten die DVV-Spieler zu ihren Matches an, um am Ende mit 2:3-Sätzen zu verlieren. So auch am dritten Spieltag, als es am Ende 2:3 (27-25, 22-25, 27-25, 24-26, 9-15) gegen Bulgarien hieß. Punktbeste deutsche Spieler waren Tim Dobbert (27), Yannik Harms (21) und Philipp Trenkler (19).

Schon in den ersten beiden Matches gegen Serbien und Griechenland waren die Niederlagen für die deutsche Auswahl ärgerlich, doch so unnötig wie im Spiel gegen Bulgarien hatte das DVV-Team bislang noch nicht verloren. In dem insgesamt engen Match gewannen die Deutschen den ersten und dritten Satz und lagen auch zum Ende des zweiten (22-19) und vierten Durchgangs (22-17) teilweise deutlich in Führung. Doch beiden Male holte sich Bulgarien noch den Satz und wie schon in den ersten beiden Partien mussten die deutschen Spieler erneut in den Tiebreak – mit dem gleichen Ausgang wie die Tage zuvor.

Bundestrainer Stewart Bernard vertraute abermals zu Beginn seiner Stammformation, die den Bulgaren ein ausgeglichenes Spiel lieferte. Am Ende war der deutschen Mannschaft das Glück ein wenig hold. Nach Abwehr von zwei bulgarischen Satzbällen sorgte eine Abwehr von Diagonalspieler Tim Dobbert für die Satzführung. Der Spielverlauf blieb gleich, und beim 22-19 aus deutscher Sicht sah alles nach dem 2:0 aus. Doch auf einmal lief nichts mehr, es wurde nicht aggressiv genug gespielt und Fehler wurden gemacht. Sechs Punkte in Folge wurden abgegeben, Satzausgleich.
Doch Team Deutschland ließ sich davon nicht beirren und legte abermals vor. Ein aufmerksamer Philipp Trenkler, der beim Schnellangreifer mitsprang und erfolgreich blockte, brachte die 2:1-Satzführung – nachdem drei Satzbälle vorher nicht verwertet wurden.
Wie gegen Griechenland tags zuvor erwischte die deutsche Mannschaft in den vierten Satz einen fulminanten Start (5-0), der auch bis kurz vor Ende Bestand hat. Doch wieder einmal spielen die Nerven nicht mit, Fehler passieren, Bernard versucht mit Wechseln das Unheil abzuwenden – vergeblich. Statt einem 3:1-Sieg und drei Punkten auf der Habenseite muss sich die DVV-Auswahl abermals mit nur einem Punkt begnügen, der fünfte Satz ist – nach diesem Nackenschlag fast selbstverständlich – eine klare Sache für den Gegner.

Stewart Bernard sagte danach: „Wir haben über 3,5 Sätze gut gekämpft - am Ende waren es die einfachen Bälle, die wir nicht präzise gespielt haben, und aus denen wir kein Kapital schlagen konnten.“

Zwar ist die deutsche Mannschaft nach drei Vorrundenspielen mit 0:3-Siegen Gruppenletzter, da sie aber in allen drei Partien einen Zähler erhielt, ist sie mit Polen punktgleich und liegt auch in Sichtweite der Türkei (4 Punkte). Gegen beide Teams tritt die deutsche Auswahl nach einem Ruhetag an – dann hoffentlich mit besseren Nerven und mehr Glück.

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