U18-EM (w): Wenn es beim Training in Ankara plötzlich dunkel wird

U18-EM (w): Wenn es beim Training in Ankara plötzlich dunkel wird

In Ankara wird es auch schon mal am Vormittag dunkel. Das bekam die deutsche Mannschaft am Freitag bei ihrer ersten Trainingseinheit zu spüren. Zehn Minuten vor Schluss fiel plötzlich der Strom aus und das Team stand im Dunkeln. Damit das heute, 14:30 Uhr, gegen den ersten Vorrundengegner Italien nicht passiert, regenerierten sich die Mädels anschließend in ihrem Fünf-Sterne Hotel. „Die Unterbringung und die Organisation ist bei der U18 EM wie bei den Profis, also ein hoher Standard“, erklärt Trainer Jens Tietböhl. Das helfe den Mädels, ein Gefühl für solche wichtigen Wettkämpfe zu entwickeln und vor allem viel Erfahrung zu sammeln.

Am Freitagabend stimmte Tietböhl sein Team per Videoanalyse auf den ersten Gegner Italien ein. Immerhin stehen beim Konkurrenten zwei Spielerinnen aus der ersten italienischen Liga auf dem Parkett. Aber: „Die Gegner kochen auch nur mit Wasser. Wir haben nichts zu verlieren“, sagt Jennifer Geerties, Kapitän der deutschen Auswahl. Die Mannschaft ist heiß auf die erste Partie bei der EM.

Doch bevor es losgeht, haben sich die Mädels zusammen gesetzt und für das Turnier konkrete Ziele gesteckt. Zuspielerin Magdalena Gryka ergriff bei der Mannschaftssitzung das Wort: „Wir haben uns drei Sachen vorgenommen. Erstens: von Spiel zu Spiel denken. Zweitens: Wir möchten unter den besten acht Mannschaften landen. Und drittens: Wir wollen befreit und ohne Druck aufspielen.“ Jens Tietböhl zeigte sich überrascht und erfreut zugleich: „Mit diesen Zielen kann ich leben und bin sehr froh, dass ihr das auch so seht.“

Passend dazu ertönte während der Videoanalyse das Lied von Xavier Naidoo: „Dieser Weg wird kein leichter sein…“. Wie weit die deutsche Nationalmannschaft ihren Weg im Turnier geht, wird sich bis zum kommenden Donnerstag entscheiden. Dann ist die Vorrunde mit den fünf Spielen gegen Italien, die Slowakei, Belgien, Griechenland und die Ukraine vorbei.

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(Anne Grimm)