Sächsischer Sportverband Volleyball: Eine Ära im sächsischen Beach-Volleyball ist zu Ende - Volker Grochau hört auf - Maria Kleefisch und Helge Rupprich neu

Sächsischer Sportverband Volleyball: Eine Ära im sächsischen Beach-Volleyball ist zu Ende - Volker Grochau hört auf - Maria Kleefisch und Helge Rupprich neu

In der sächsischen Volleyballszene hat es sich bereits herumgesprochen. Volker Grochau, seit dem 1. Juli 2000 für den Sächsischen Sportverband Volleyball e. V. (SSVB) als Landestrainer Beach sowie Beachkoordinator tätig, ist zum 1. April 2011 ausgeschieden, um sich beruflich neu zu orientieren.

Die Erfolge des Verbandes im Nachwuchsleistungsbereich Beach sind untrennbar mit dem Wirken von Volker Grochau verbunden. Viele namhafte Nachwuchsathleten haben bei ihm den Weg zum Spitzensport geschafft. Namen wie Maria Wendisch, Doreen Engel, Erik Koreng, Maik Winkler, Dirk Binsch, Luise Brandt, Anne Richter, Marcus Popp, Robert Went, Thomas Ahne, Anni Schumacher, Stefan Grudinski, Melanie Gernert, Lisa Mittenzwei, Anne Weiß, Sandra Seyfferth, Vanessa Stricker und Lisa Izquierdo Mocasqui sind hier zu nennen. Alle besaßen DVV-Kaderstatus, manche sogar über viele Jahre.

Der SSVB hat immer auf eine duale Ausbildung gesetzt, d. h. die Übernahme von geeigneten Hallenkadern in den Beachbereich. Hierfür baute Volker Grochau über viele Jahre eine eigene Frauenmannschaft auf, die auf hohem Niveau in der Halle spielen konnte, ohne dass das ganzjährige Beachtraining vernachlässigt wurde. Diese schaffte er bis in die 2. Bundesliga. Mit unglaublichem Engagement und absoluter Hingabe widmete sich Volker Grochau der Sichtung, Ausbildung und Entwicklung von Beachkadern. Die nachfolgende Übersicht zeigt, wie erfolgreich er dabei war. (siehe PDF-Dokument als Anlage der E-Mail)

Neben seinen vielfältigen Aufgaben als Landestrainer Beach übernahm Volker Grochau auch die Sachsen Beachtour. Die jährliche Beach-Volleyballtour mit dem Masters A+ und den Sachsenmeisterschaften liefen unter seiner Regie, und zwar von der Planung über die Sponsoren- und Ausrichtersuche bis hin zu Sportlerbetreuung und Turnierleitung. Sein größtes Beachv-Volleyballturnier als Wettkampfleiter war das Deutsche Turnfest 2002 in Leipzig mit 2642 Teilnehmern in 1111 Teams, die sich in 14 Turnieren über insgesamt 6 Wettkampftage zu bewähren hatten. Der Verband dankte ihm sein hohes Engagement bereits 2006 mit der Überreichung der Ehrennadel in Gold.

Maria Kleefisch übernimmt Nachwuchskader Beach des SSVB, Helge Rupprich die Beach-Volleyballtour

Diese so überaus erfolgreiche Ära ist nun leider zu Ende gegangen. Der SSVB wird sich bei Volker Grochau noch in würdiger Form im Rahmen des diesjährigen Beachsommers bedanken. Der Verband reagierte kurzfristig, um die Weiterführung der vielfältigen und anspruchsvollen Aufgaben vor allem in der Entwicklung und Ausbildung des Leistungsnachwuchses sicherzustellen. Wir freuen uns daher, dass wir mit der Berlinerin Maria Kleefisch eine sehr erfolgreiche Sportlerin für die Arbeit als Beachtrainerin beim SSVB gewinnen konnten. Sie kann zahlreiche Erfolge im Beach wie Deutsche Meisterin A-Jugend (2001), Vize-Europameisterin U20 (2002), Bronzegewinnerin bei der EM U20 (2003), Vize-Weltmeisterin U21 (2004) und ein neunter Platz bei der Frauen-EM (ebenfalls 2004) vorweisen. Sie spielte aber auch erfolgreich für den Köpenicker SC und den VC 68 in Berlin in der 1. Bundesliga Halle. Sie hat bereits Beachteams erfolgreich betreut und gehörte im letzten Jahr zum Trainerstab U23 des Bundestrainers Jörg Ahmann.

Neben Maria Kleefisch wird Helge Rupprich für die Arbeit im Beachbereich des SSVB Verantwortung tragen und dabei ein besonderes Augenmerk auf die enviaM Beach-Volleyball Tour Sachsen haben. Herr Rupprich steht unmittelbar vor dem Abschluss seines sportwissenschaftlichen Studiums in Jena mit einem Schwerpunkt Beach und betreibt seit Jahren nebenher eine Beach-Volleyballschule. Auch er war erfolgreicher Hallen- und Beach-Volleyballer. Maria Kleefisch und Helge Rupprich übernehmen diese Aufgaben zunächst bis zum Ende der Saison, d. h. bis zum 31. August 2011. Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit wird jedoch angestrebt.

(SSVB)