Nachwuchs-Bundestrainer: Jens Tietböhl und Ralph Post übernehmen
Foto FIVB: Ein "alter Bekannter" wird neuer Bundestrainer - Jens Tietböhl übernimmt die vakante Position des Bundestrainers Nachwuchs weiblich
Ein „alter Bekannter“ und ein „neues Gesicht“ werden die neuen Bundestrainer im Nachwuchsbereich: Jens Tietböhl übernimmt die vakante Position des Bundestrainers Nachwuchs weiblich, der Niederländer Ralph Post den des Bundestrainers Nachwuchs männlich. Während Post voraussichtlich am 1. November seine neue Tätigkeit aufnimmt, beginnt für Tietböhl die neue Aufgabe am 1. Dezember.
Der 48-jährige Tietböhl kehrt damit auf eine ihm wohlbekannte Position des Bundestrainers zurück, denn von 1993 bis 2008 hatte der Berliner bereits die Jugend- und Juniorinnen-Auswahl betreut. Danach wollte der Vater eines Sohnes etwas Neues machen und wechselte zum Bundesstützpunkt Dresden, wo er als Nachwuchstrainer und Sportdirektor (für die 1. Bundesliga) tätig war. Nach vier Jahren an der Elbe zieht es Tietböhl wieder an die Spree, dabei waren sowohl familiäre als auch sportliche Gründe ausschlaggebend. Anders als bei seiner Bundestrainerzeit zuvor wird Tietböhl nicht ausschließlich und fest am Bundesstützpunkt Berlin wirken, sondern die Bundesstützpunkte im weiblichen Bereich besuchen, sportlich beraten, Konzepte entwickeln und intensiv mit den anderen Bundesstützpunkttrainern zusammen arbeiten, um den Volleyballstandort Deutschland in diesem Bereich weiter voranzubringen. Der A-Lizenz-Trainer freut sich auf seine neue „alte“ Aufgabe: „Die Zeit in Dresden war für mich unheimlich lehrreich, weil ich die Arbeit auf Seiten eines Spitzenvereins kennengelernt habe. Mir hat ein wenig die internationale Flair gefehlt, deshalb freue ich mich auf die Aufgabe mit meinen Trainerkollegen und hoffe, dass wir an die sehr guten Ergebnisse der vergangenen Jahre anknüpfen können und vor allem weitere Nachwuchstalente für den Volleyballsport gewinnen und für die Frauen-Nationalmannschaft ausbilden können.“

Ebenfalls sehr erfahren, aber noch wenig in Deutschland bekannt, ist Ralph Post. Der 35-jährige Niederländer war zuletzt als Co-Trainer der Männer-Nationalmannschaft seines Heimatlandes aktiv und hatte in den Jahren zuvor vor allem als Spielbeobachter für die Frauen- und Männer-Nationalmannschaft seines Landes gewirkt. Auch als Cheftrainer hat der ausgebildete Lehrer für die Fächer Französisch und Literatur, der auch fließend deutsch spricht, Erfahrung gesammelt, als Trainer der niederländischen Junioren (2003) sowie als Verantwortlicher für verschiedene Frauen-Teams (2008 bis 2011). Als ehemaliger Aktiver (Profi in den Niederlanden und Frankreich) kennt er Junioren-Bundestrainer Stewart Bernard ganz genau, denn Bernard war Anfang der 90-er Jahre einst sein Trainer in der Jugend-Nationalmannschaft... Post wird nach Berlin gehen und dort auch als Bundesstützpunkttrainer arbeiten und somit auch die Junioren in der 1. Bundesliga in der kommenden Saison betreuen. „Ich freue mich auf die Arbeit und empfinde es als Ehre, dass ich mit dem deutschen Nachwuchs arbeiten darf. Es ist immer schön, wenn man mit den besten Spielern eines Landes arbeiten kann. Ich hoffe, dass die Mischung von zwei Volleyballkulturen erfolgreich ist“, so Post.