Männer-EM: Raúl Lozano: „Bei Sieg Master, bei Niederlage Desaster“
Unmittelbar nach dem EM-Aus äußerte sich Bundestrainer Raúl Lozano zu dem Abschneiden der DVV-Männer.
Was lief falsch bei der EM?
„Erstens, die Gruppe war sehr ausgeglichen, es war die härteste Vorrundengruppe bei der EM. Zweitens, ich will mich nicht rechtfertigen, das müssen wir in Ruhe analysieren, aber die Analyse von Radostin Stoychev (Trainer BUL) war sehr gut. Schwarz ist einen Tag vor dem Turnier verletzt ausgefallen, er ist ein sehr wichtiger Stammspieler für uns. Bis auf den jeweils ersten Satz gegen Bulgarien und Polen haben wir alle Sätze mit zwei Punkten verloren. Wir haben nicht das gesamte Turnier schlecht gespielt, sondern zu Ende der Sätze. Gewinnen wir diese sind wir Master, verlieren wir, ist es ein Desaster.“
Gibt es ein Problem mit der Kommunikation und der Psyche?
„Ich bin jetzt im dritten Jahr Trainer der deutschen Mannschaft. Bisher hatten wir keine Kommunikationsprobleme und so ist es auch heute. Zudem sehe ich auch kein psychisches Problem.“
Was war mit dem Aufschlag los?
„Wir haben in Brasilien gegen Brasilien und Japan gut aufgeschlagen, und auch im Trainingslager auf dem Rabenberg die gleichen Dinge trainiert. Bei der EM war es weg: Der Aufschlag ist ein absolut individuelles Element und hat nichts mit der Mannschaft zu tun. Natürlich ist der Druck bei einer EM höher als bei einem Freundschaftsspiel. Der Aufschlag hat nicht funktioniert, der ist natürlich sehr entscheidend.“
Bald fängt die Olympia-Qualifikation an.
„Wir müssen wieder Selbstbewusstsein aufbauen, das ist sehr wichtig für die Olympia-Qualifikation. Es ist sehr wichtig, dass die Spieler in ihren Vereinen einen guten Status und eine gute Form haben, weil wir in der Nationalmannschaft nur zwei Wochen Zeit haben.“
Ein Wort zu EM-Debütant Lukas Kampa.
„Er hat sehr gut gespielt und hat eine sehr gute Entwicklung genommen. Er hat dem Team in allen Bereichen geholfen: Im Block, Aufschlag und Abwehr – und er hat gut zugespielt.“