Männer-EM: Der Käpt´n hat das Wort - Björn Andrae stellt den deutschen EM-Kader vor

Männer-EM: Der Käpt´n hat das Wort - Björn Andrae stellt den deutschen EM-Kader vor Schätzt seine Mitspieler und liebt die Atmosphäre in der Nationalmannschaft: Kapitän Björn Andrae (stehend).

Mit 256 Länderspielen ist Björn Andrae mittlerweile der erfahrenste Akteur der DVV-Männer. Da er das Team zudem als Kapitän in die Europameisterschaften 2011 führt, ist er prädestiniert dazu, seine 13 Teamkollegen einmal mit eigenen Worten vorzustellen.

Zuspieler

Patrick Steuerwald: Seine Stärke ist, dass er ein begnadeter „Zocker“ ist, gerade für die Zuspielposition ein großes Plus. Er liebt es, den Blockspieler ins Leere springen zu lassen. Er hat gerade in dem Jahr in Italien noch viel mehr Sicherheit bekommen und ist eine feste Größe in der Mannschaft.

Lukas Kampa: Er ist ein Athlet wie er im Buche steht. Er hat eine unglaubliche Schnelligkeit, ist sehr ehrgeizig und hat trotzdem viel Gefühl. Es ist sein erstes großes Turnier mit der Mannschaft, und er macht seine Sache bis jetzt sehr gut. Lukas ist immer bereit aufs Feld zu kommen.

Mittelblocker

Max Günthör: Er gehört jetzt auch schon zu den erfahrenen Spielern. Er ist ein sehr guter Blockspieler und immer hellwach auf dem Feld. Zudem verfügt er noch über einen sehr gefährlichen Sprungflatter-Aufschlag - auf den freuen sich bei der EM nur wenige Annahmespieler.

Marcus Böhme: In meinen Augen eine „Maschine“. Ich habe selten einen Spieler gesehen mit so viel Kraft und so einer Höhe. Wenn er den Ball trifft, gehen alle in Deckung und wenn er ihn nicht trifft erst recht, dann wird es gefährlich... Er hat sich schon eine guten Namen gemacht auf internationaler Ebene und ist bei der EM hoffentlich nicht zu stoppen.

Stefan Hübner: Tja, ich bin so froh, dass er wieder an Bord ist. Abgesehen davon, dass er in meinen Augen immer noch einer der besten Mittelblocker der Welt ist, bin ich durch ihn nicht mehr der Älteste im Kader;) Von seiner Erfahrung profitieren alle, und er ist dazu noch viel entspannter geworden. Man spürt, dass er die Zeit mit der Mannschaft genießt und hilft, wo er kann.

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Foto Conny Kurth: "Er trifft jeden Finger" und ist manchmal auch ohne Berührung erfolgreich: Jochen Schöps.

Diagonalangreifer

Jochen Schöps: Er ist jetzt schon viele Jahre an Bord und in meinen Augen einer der Besten der Welt. Er hat sich einen großen Namen erarbeitet, es gibt wenige auf seiner Position, die so clever und variabel aufspielen können. Er ist eher der Ruhigere und unterstützt das Team mit seiner Leistung. Keiner bringt den Block so zum Verzweifeln wie er - er trifft einfach auch den kleinsten Finger. Lange Jahre unterstellte ich ihm Glück dabei, naja: nach gefühlten 100000000000000000 Wiederholungen glaub ich ihm jetzt, dass er es sieht;)

Georg Grozer: Der Haudrauf unserer Mannschaft und mein Zimmerkollege. Ein „Atze“ wie er im Buche steht. Er ist ein sehr emotionaler Spieler, womit er und Jochen sich gut ergänzen. Er hat eine Wahnsinnssaison in Polen hinter sich, leider fiel er jetzt lange verletzungsbedingt aus. Aber so kurz vor der EM scheint er seine Form gefunden zu haben. Die Arme der Abwehr- und Annahmespieler brennen auf jeden Fall wieder ordentlich. Ich bin aber froh, dass ich ihn auf der Playstation im Boxen
immer wieder aufs Neue umhaue;) in der Wirklichkeit teste ich es lieber nicht.

Außenangreifer

Sebastian Schwarz: Er gehört zu den stabilsten Spielern. Er spielt fast immer auf einem guten Level, hat eine sehr gute Annahme und eine unglaubliche Abschlaghöhe. Man unterschätzt das oft, da er auch nicht der Größte ist, aber er springt einfach ziemlich hoch. Er ist sehr wichtig für die Mannschaft, da man sich auf ihn verlassen kann und er selber kaum Fehler macht.

Robert Kromm: Er ist zu einer wirklichen Größe im Team gereift. Er übernimmt unglaublich viel Verantwortung auf dem Spielfeld und auch drumherum. Im Angriff ist er kaum zu stoppen und damit für unsere Zuspieler eine der wichtigsten Anspielpositionen. Er hat viel Erfahrung im Ausland gesammelt und bringt das auch ziemlich gut ins Team ein. Und mit seinen 2,12 Meter ist er sogar in der Annahme zu einem guten Spieler gereift – Respekt.

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Foto Conny Kurth: Zwei wichtige Stützen im DVV-Team: Sebastian Schwarz (links) und Robert Kromm.

Marcus Popp: Ich persönlich bin froh, dass er wieder dabei ist. Es gibt wenige Spieler, die so eine gute Stimmung in ein Team bringen können - doch er hat es drauf. Er ist ein sehr variabler Spieler, kann alles und strahlt viel Selbstvertrauen aus. Ein Spieler, der immer für das Team da ist und wenn man ihn braucht, ist er bereit. Dazu genieße ich gerne ein paar Pizzaschnecken mit ihm im Extrablatt.

Denis Kaliberda: Der Jüngste von allen auf seiner Position. Er ist unglaublich sprunggewaltig und hat dazu noch einen kraftvollen Arm - ein Riesentalent in meinen Augen, der sicher sehr weit kommen wird und der Mannschaft jetzt schon gut helfen kann. Ich persönlich genieße seine Anwesenheit sehr, weil er immer mal für einen Lacher zu haben ist und er machen muss, was ich sage - so als Kleiner im Team-:) Aber wir kommen beide aus der gleichen „Atzengegend“, darum verstehen wir uns super.

Liberos

Markus Steuerwald: Ich bin sehr froh, dass er wieder da ist und zu alter Stärke gefunden hat. Er hat eine schwere Zeit durchgemacht und bekommt dafür meinen größten Respekt, weil er sich aus dem Loch geholt hat. Das Jahr im Ausland tat ihm sehr gut, und er ist im Moment besser als je zuvor: eine echte Bank in Abwehr und Annahme und dazu noch eine Riesen-Stimmungskanone. Da muss man ihn eher mal bremsen. So einen zu haben, tut dem Team sehr gut.

Ferdinand Tille: Also, ich glaube es gibt wenige Länder, die zwei so starke Liberos haben. Er war bei der WM der Beste und ist immer noch einer der Besten. Er hatte etwas Pech, da er durch eine Verletzung ein wenig nach hinten geworfen wurde. Jetzt ist er aber wieder fit und immer bereit - da haben wir ein echtes Luxusproblem. Er haut sich trotzdem voll rein, auch wenn er im Moment vielleicht nicht die Nummer eins ist. Bei einem Turnier wie die EM kann viel passieren und wir brauchen jeden Spieler.


Fazit: Alles in allem ein geiles Team, das mir sehr am Herzen liegt. Sonst wäre ich vielleicht auch nicht mehr dabei, aber die Jungs lassen einen die Zeit einfach genießen. Und jetzt freuen wir uns auf die EM und versohlen mal schön ein paar Ä… ;)

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Foto Axel Heimken: Nachdem er in der World League verletzungsbedingt passen musste, ist Kapitän Björn Andrae für die EM rechtzeitig fit geworden.