International (F): Ssuschke triumphiert doppelt
Innerhalb von weniger als 72 Stunden hat Corina Ssuschke zwei Titel mit ihrem Verein Prostejov/CZE gewonnen: Zunächst wurde im tschechischen Pokalfinale Gegner Olomouc souverän in dessen Halle 3:0 (25-20, 25-15, 25-15) bezwungen, zwei Tage später siegte die Top-Mannschaft der Tschechischen Republik auch im prestigeträchtigen tschechisch-slowakischen Pokal. Gegen Bratislava hieß es am Ende 3:1 (25-13, 22-25, 25-17, 25-16). Damit verteidigte Prostejov die Titel aus dem Vorjahr erfolgreich.
Dementsprechend glücklich war die DVV-Mittelblockerin Ssuschke, die zu beiden Erfolgen jeweils zehn Punkte beisteuerte: „Für den Verein waren die Siege wahnsinnig wichtig. Die Sponsoren sind sehr glücklich, dass wir die Siege holen konnten, das hat uns unser Sportdirektor nach dem Spiel gesagt, und die Sponsoren haben mit den Siegen auch für die nächste Saison wieder zugesagt.“ Für Ssuschke war zudem der grenznahe Auftritt in Teplice (80 Kilometer entfernt von Dresden) ein besonderer, „da meine Eltern kommen konnten und andere Bekannte. Meine Eltern haben sich wahnsinnig gefreut, mich endlich mal wieder spielen zu sehen, da sie es bisher noch nicht nach Prostejov geschafft haben, aber dafür kommen sie in zwei Wochen hierher, wenn wir das MEVZA Final Four am 6./7. März in Prostejov haben. Dann schaffen wir hoffentlich den nächsten Titel.“ In der MEVZA (Middle European Volleyball Zonal Assoziation) spielen die Top-Vereine aus Österreich, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Slowenien und Kroatien, beim Finalturnier in Prostejov nehmen neben dem favorisierten Gastgeber voraussichtlich die Teams aus Schwechat/AUT (mit sieben US-Amerikanerinnen!), Bratislava/SVK und Maribor/SLO teil.

Foto privat: Am 16. Februar feierte das Team von Prostejov mit Corina Ssuschke (ganz rechts) den Sieg im tschechisch-slowakischen Pokal.
Die 179-fache deutsche Nationalspielerin ist in ihrer zweiten Saison bei Prostejov: Nach den letztjährigen Titel beim Pokal, der tschechischen Meisterschaft und dem tschechisch-slowakischen Pokal folgten nun die Erfolge vier und fünf. Mit dem avisierten Sieg in der MEVZA sowie dem Gewinn der Meisterschaft würde Ssuschke auf rekordverdächtige sieben Titel in zwei Jahren kommen.