DVV-Frauen: Knappes 2:3 zum Auftakt gegen China

DVV-Frauen: Knappes 2:3 zum Auftakt gegen China Die DVV-Frauen verloren ihr erstes Spiel in diesem Jahr beim Turnier in Montreux/CHN knapp gegen den Olympiadritten China.

Die DVV-Frauen haben ihr erstes Spiel in 2011 knapp verloren: Beim internationalen Turnier in Montreux verlor die Mannschaft von Bundestrainer Giovanni Guidetti gegen den Olympia-Dritten China 2:3 (23-25, 27-25, 24-26, 25-22, 11-15). Punktbeste deutsche Spielerinnen waren Christiane Fürst (21), Heike Beier und Maren Brinker (je 16). Es folgen noch die Gruppenspiele gegen Peru (8.6. um 21.00 Uhr) und die USA (9.6. um 18.30 Uhr).

Bundestrainer Giovanni Guidetti war trotz der Niederlage mit seiner Mannschaft zufrieden: „Ich war überrascht, wie gut die Mädchen nach nur einer Woche Training gespielt haben. China ist seit zwei Monaten zusammen, hat ein Turnier zu Hause gewonnen – und wir waren auf dem gleichen Niveau! Wir stehen am Anfang und haben ein gutes Spiel gezeigt.“ Kapitän Christiane Fürst: „Schade, wir hätten den dritten Satz bei einer 24:21-Führung zumachen müssen. Dann kämpften wir uns im vierten Durchgang zurück. Zu viele eigene Fehler haben uns im letzten Satz die Kraft gekostet, um das Spiel noch herum zu reißen.“

Im ersten Satz schienen die Chinesinnen die Guidetti-Schützlinge förmlich zu überrollen, führten schnell mit 6:0, bevor Nadja Schaus der erste Punkt gelang. Beim Stand von 19:10 sah es nach einem klaren Satzgewinn für den Olympiadritten von Peking aus, doch angeführt von Kapitän Christiane Fürst holte der EM-Vierte auf 20:22 auf und wehrte bei 22:24 zwei Satzbälle ab, bevor China den ersten Durchgang mit 25:23 gewann.

Der zweite Satz war sehr viel ausgeglichener. Deutschland ging bei 3:2 erstmals im Match in Führung, konnte seinen Vorsprung aber nicht auf mehr als zwei Punkte ausbauen (7:5). Bei 8:7 lag China wieder vorn und zog auf 13:9 davon, ehe die DVV-Frauen bei 17:16 die Führung an sich rissen und sie nur noch einmal abgaben (22:23). Der dritte Satzball (24:23, 25:24) brachte dann den Satzgewinn mit 27:25.

Im dritten Durchgang dominierte die deutsche Mannschaft bis zur Schlussphase leicht, konnte dann aber einen Drei-Punkte-Vorsprung bei 24:21 nicht verwandeln, sondern verlor 24:26. Im vierten Satz ging das DVV-Team bei 15:14 in Führung und gab sie bis zum Ende nicht mehr ab, brauchte nach 24:19 aber wieder drei Satzbälle zum 25:22-Satzgewinn.

Im finalen Satz fehlte den Deutschen dann einfach die Kraft, lag nur einmal kurz vorn (7:6) und holte beim Stand von 13:9 für die Chinesinnen noch auf 14:11 auf, konnten noch einen Matchball abwehren, aber dann war das Spiel verloren.

Guidetti ließ Kathleen Weiß (Baku/AZE), Christiane Fürst (Fenerbahce Istanbul), Heike Beier (Piacenza/ITA), Margareta Kozuch (Zarechie-Odintsovo/RUS), Maren Brinker (Allianz Volley Stuttgart) und Nadja Schaus (Schweriner SC) sowie Libero Lenka Dürr (Rote Raben Vilsbiburg) auflaufen, setzte aber bis auf Neuling Friedrike Thieme (Dresdner SC) alle Spielerinnen ein.

Das erste Spiel der Gruppe A hatte der Olympiazweite USA mit 3:1 (25:7, 24:26, 25:11, 25:19) gegen Peru gewonnen. Die Südamerikanerinnen sind am Mittwochabend (21.00 Uhr) der nächste Gegner der deutschen Mannschaft.

Spielstatistik GER-CHN

Die deutsche Mannschaft in Montreux: Lenka Dürr (Rote Raben Vilsbiburg), Kathleen Weiss (Baku/Azerbaidschan), Regina Burchardt (VC Wiesbaden), Kathy Radzuweit (VT Aurubis Hamburg), Christiane Fürst (Fenerbahce Istanbul), Heike Beier (Piacenza/Italien), Saskia Hippe (Dresdner SC), Margarete Kozuch (Zarechie-Odinstovo/Russland), Maren Brinker (Allianz Volley Stuttgart), Lena Möllers (Rote Raben Vilsbiburg), Nadja Schaus (Schweriner SC), Friederike Thieme (Dresdner SC).

Das Turnier in Montreux

(Ingeborg Kollbach)