WM 2010 (F): Finales Match gegen 'noch' WM-Dritten

WM 2010 (F): Finales Match gegen 'noch' WM-Dritten Serbien wurde 2006 WM-Dritter. Bei dieser WM schaffte der aktuelle European League Sieger aber nicht den Sprung unter die ersten Vier und trifft nun auf das DVV-Team

Aus der Sicht von Serbiens Headcoach Zoran Terzic verlief diese WM überhaupt nicht so wie erhofft. Als Dritter der letzten Weltmeisterschaften und aktueller European League Sieger waren die Hoffungen da erneut ins Halbfinale einziehen zu können. Als Zweiter der Vorrunde, nur hinter Gastgeber Japan, war die Ausgangsposition hierfür auch gegeben, doch nach zwei Niederlagen in der Zwischenrunde, gegen Russland und die Türkei, spielte das serbische Team nur um die Plätze Fünf bis Acht.

Hier wartete dann gestern auch kein Geringerer als Europameister Italien auf Serbien. Glatt gewann Italien mit 3:0 was Zoran Terzic passend in den derzeitigen Turnierverlauf einordnete: „Wenn man normalerweise auf Italien in der Endrunde eines Turniers trifft, dann kann man sehr zufrieden sein, denn das bedeutet eigentlich, dass man auch im Halbfinale steht. In diesem Fall aber auf Italien zu treffen ist aber nahezu das Schlimmste was einem passieren kann. Denn so ein schwerer Gegner bedeutet eigentlich automatisch, dass man kaum eine Siegeschance hat und noch weiter hinten in der Platzierung landet.“ Während Italien damit gegen die Türkei um Platz Fünf spielt, trifft Serbien heute auf die DVV-Auswahl.

Bei den deutschen Frauen sieht der aktuelle Blick auf die WM etwas anders aus. Natürlich war die Enttäuschung über die knappe Niederlage gestern gegen die Türkei groß, weil man eine Chance vergeben hatte heute um den fünften Platz zu spielen. Dazu war auch die Unzufriedenheit darüber vorhanden, dass man erst ab dem dritten Satz seinen eigenen Leistungsanspruch erfüllen konnte. Das reichte schlussendlich nicht um gut spielende Türkinnen zu besiegen. Doch insgesamt haben die DVV-Frauen ihr großes Ziel, unter die besten acht Teams zu kommen, durch tolle Spiele und Ergebnisse in der Vor- und Zwischenrunde erreicht. „Das ist aber kein Grund uns auf diesem Erfolg auszuruhen. Wir wollten gestern gewinnen und wollen auch heute unbedingt erfolgreich sein“, sagt Bundestrainer Giovanni Guidetti vor der Partie gegen den Weltranglistenneuten. „Sicherlich wird das gegen Serbien heute ein ganz schweres Match, aber wir wollen dieses gute WM-Ergebnis noch etwas verbessern und vor allem mit einem positiven Erlebnis abschließen. Wenn uns das gelingt können wir wirklich sehr zufrieden auf diese Weltmeisterschaften schauen.“


Der Kader Deutschlands bei der WM 2010 in Japan
Zuspiel: Denise Hanke (Schweriner SC), Kathleen Weiß (Igtisadchi Baku/AZE)
Mittelblock: Nadja Schaus (Schweriner SC), Corina Ssuschke (Prostejov/CZE), Kathy Radzuweit (VT Aurubis Hamburg), Christiane Fürst (Istanbul/TUR)
Diagonalangriff: Saskia Hippe (Dresdner SC), Margareta Kozuch (Odintsovo/RUS),
Außenangriff: Lisa Thomsen (Schweriner SC), Anne Matthes (Matera/ITA), Heike Beier (St. Petersburg/RUS), Maren Brinker (Allianz Volley Stuttgart)
Libero: Kerstin Tzscherlich (Dresdner SC), Lenka Dürr (Rote Raben Vilsbiburg)

Bundestrainer: Giovanni Guidetti
Teammanager und Team-Journalist: Matthias Willnat
Co-Trainer: Felix Koslowski
Co-Trainer: Guillerrmo Gallardo
Mental-Trainer: Christian Fust
Physiotherapeut: Götz von Richthofen
Teamarzt: Dr. Nikolaus Streich
Spielbeobachter: Marco Gaspari


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