U18-Nationalmannschaft (w): Drei Siege im deutsch-französischen Ländervergleich
Mit der Maximalausbeute von drei Siegen beendete die deutsche U18 (w) das deutsch-französische Jugendwerk im französischen Mulhouse und kann somit mit einer breiten Brust den Weg aus Frankreich zurück nach Berlin antreten, wo der Abschluss des ersten Lehrgangsblockes mit vier weiteren Trainingstagen und einem Spiel gegen die Bundesliga-Damen des VCO Berlin am Dienstag auf dem Programm steht.
Am späten Freitagabend konnte das deutsche Team in Rixheim erneut einen 3:1-Erfolg (13:25, 25:9, 25:12, 25:17) gegen das Team Frankreich erringen und damit die Siegesserie auf 3:0-Erfolge ausbauen. Vor einer erneut sehr spärlichen Kulisse verschliefen die deutschen Mädels den ersten Satz erneut. Ohne Einstellung zum Spiel und einigen Totalaussetzern in der Annahme ermöglichte man den Gastgeberinnen einen leichten Erfolg. Eine klare Ansage des Trainerteams brachte die DVV-Mädchen aber wieder deutlich auf die Siegerstrasse. Wie ausgewechselt agierte man nun stabil aus der Annahme, und vor allen Dingen im Aufschlag stellte man die Franzosen vor teilweise unlösbare Probleme.
Mit einem für Länderspiel-Verhältnisse ungewöhnlichen 25:9-Erfolg wurden die Seiten gewechselt. Auch diverse Umstellungen im Deutschland-Sechser brachten keinen Leistungsabfall oder Bruch im Spiel. Starke Angriffsaktionen aus der gut organisieren Annahme und ein inzwischen auch wieder deutlich besser zufassender Block ließen ein sehr einseitiges Spiel aufkommen. Die Gastgeberinnen hatten nicht mehr den Hauch einer Chance, und das Team Germany konnte einige Varianten testen, ehe Carina Aulenbrock mit einem Service-Winner das Match und die Testspiel-Serie beendete.
Stimmen zum Spiel
Trainer Jens Tietböhl: „Wir sollten diese drei Erfolge nicht überbewerten, weil in der EM-Qualifikation wahrscheinlich deutlich stärkere Teams auf uns warten, doch mit den Ergebnissen bin ich natürlich zufrieden. Gar nicht zufrieden ist das ganze Team mit der Ausrichtung des DFJW, denn ohne Länderspiel-Atmosphäre und ohne jegliche Vorbereitung des französischen Verbandes muss man die Sinnhaftigkeit dieser Veranstaltung überdenken. Wir werden weiter hart trainieren und uns gut auf die Qualifikation in Kienbaum vorbereiten. Wir werden uns dort als Team sehr stark präsentieren.“
Mannschaftskapitänin Jennifer Geerties: „Gewinnen ist natürlich immer schön, doch ist uns schon bewusst, dass diese Spiele keinen hohen Stellenwert hatten. Wir wollen die Qualifikation in Kienbaum gewinnen und werden dafür in den nächste Wochen alles geben.“
Das Team: Magda Gryka (VCO Dresden/VV Grimma), Juliane Langemach (VCO Dresden/Dresdner SC), Lisa Stock (VCO Dresden/Pädogogik Schönebeck), Lisa Isquerdo (VCO Dresden/VC Stassfurt), Nadja Glenzke (VCO Berlin/Marzahner VC), Nele Barber (VCO Berlin/Rotation Prenzlauer Berg), Melanie Keil (VCO Berlin/SV Bad Laer), Carina Aulenbrock (VCO Berlin/SV Bad Laer), Jennifer Geerties (VCO Berlin/SV Bad Laer), Denise Imoudu (VCO Berlin/BW Schwedt), Lena Stigrot (Rote Raben Vilsbiburg), Anna Pogany (Rote Raben Vilsbiburg), Sandra Ittlinger (TSV Sonthofen), Yanina Weyland (SV Lohhof)
Trainer: Jens Tietböhl (Dresden)
Co-Trainer: Elmar Habrecht (Berlin)
Physio-Therapeutin: Tanja Dietel (Dresden)
Scout: Stefan Kulhaneck (Vilsbiburg)
Team-Manager: Peter Pourie (Münster)
(PP)