U17-Nationalmannschaft (w): Turnier-Test in Belgien

U17-Nationalmannschaft (w): Turnier-Test in Belgien Die weibliche U17-Nationalmannschaft mit Bundestrainer Stefan Bräuer (ganz links) freut sich auf die erste Maßnahme des Jahres.

Die deutsche U17-Nationalmannschaft (weiblich, Jahrgang 1994/95) beginnt die Nationalmannschaftssaison mit einem gutklassig besetzten Turnier in Brüssel/Belgien. Vom 6. bis 8. April misst sich die Mannschaft von Bundestrainer Stefan Bräuer mit den Teams aus der Tschechischen Republik, Belgien, Frankreich, Polen und der Slowakei.

Die deutschen Mädchen treffen in zwei Gruppenspielen am 6. April zunächst auf die Tschechische Republik und Belgien, am 7. April folgen die Überkreuzpartien, am 8. April die Platzierungsspiele. Die deutsche Mannschaft geht ohne Vorbereitung in das Turnier, da die Spielerinnen zuvor für ihre Vereine im Einsatz sind/waren. Das Turnier in Belgien ist ein erster Leistungstest für 2010, auch weil Bräuer vier Spielerinnen im Kader hat, die erstmals das Auswahltrikot tragen. Höhepunkt des Jahres ist für den Jahrgang das Acht-Nationen-Turnier in Lebach/Saarland (9.-14. August), „wo wir uns als Gastgeber gut präsentieren wollen und das Erreichen des Halbfinals das Ziel ist“, so Bräuer.

Der deutsche Kader in Belgien: Michele-Sophia Stadelmaier (SWE Volley Team Erfurt), Lena Stigrot, Anna Pogany (beide Rote Raben Vilsbiburg), Melanie Keil (VfL Bad Laer/VC Olympia Berlin), Juliane Langgemach, Susanne Besa, Magdalena Gryka (alle Dresdner SC/VC Olympia Dresden), Leonie Schwertmann (TV Biedenkopf), Yanina Weiland (SV Lohhof), Nele Barber (RPB Berlin/VC Olympia Berlin), Jennifer Geerties (SC Union Emlichheim), Sandra Ittlinger (SV Lohhof/Allgäu Team Sonthofen)

Was der Bundestrainer sonst noch sagt, verrät er im Kurz-Interview

Wie bereitet sich die Mannschaft auf das Turnier in Belgien vor?
Bräuer: „Ein konkreter Lehrgang ist aufgrund der Termindichte dem Turnier in Belgien nicht vorgeschaltet, so dass wir dort nur eine Trainingseinheit haben werden, um uns als Mannschaft zu finden. Eine spannende Aufgabe für die Mädels.“

Wie sind die Gegner einzuschätzen?
Bräuer: „In unserer Gruppe sind noch die Teams aus der Tschechischen Republik und Belgien. In der anderen Gruppe sind Polen, die Slowakei und Frankreich. Bis auf Frankreich, gegen die wir schon im letzten Sommer gespielt haben, sehen wir alle Nationen das erste Mal. Frankreich ist eine sehr spielstarke Mannschaft. Die Mannschaften aus Belgien, Polen, der Tschechischen Republlik und der Slowakei waren in der Vergangenheit immer sehr spielfähig, von daher sollten wir auf der Hut sein.“

Was sind die Ziele, was wollen Sie sehen?
Bräuer: „Wichtig ist es für mich, sich einen aktuellen Überblick über den Leistungsstand der Spielerinnen zu verschaffen. Wir haben vier Spielerinnen (Sandra Ittlinger, Leonie Schwertmann, Michéle Stadelmair, Magdalena Gryka, die ihre ersten Länderspiele haben werden, von daher dürfte etwas Nervosität vorprogrammiert sein. Ein weiteres Augenmerk liegt darauf, wie sie sich im Laufe des Turnieres als Mannschaft entwickeln.“

Was steht in diesem Jahr noch für die Mannschaft auf dem Programm mit welcher Zielsetzung?
Bräuer: „Immer Sommer steht das Acht-Nationen-Turnier in Lebach an. Zu Hause will sich jede Mannschaft möglichst gut präsentieren, sprich das Erreichen des Halbfinale ist schon ein Ziel. Dann geht es ab Mitte Dezember in die Vorbereitung auf die Qualifikation zur Jugend-Europameisterschaft, die gleich Anfang Januar stattfinden wird.“

Ist die Perspektive dieses Kaders schon einzuschätzen?
Bräuer: „Allgemein kann man sagen, dass der Kader sehr athletisch ist, aber es an der Spielfähigkeit noch hapert. Einige Spielerinnen verfügen schon jetzt über sehr interessante Parameter, die ihnen den Weg in den Spitzenvolleyball in der Zukunft ermöglichen können. Aber es ist wie bei einem guten Wein. Man muss ihnen Zeit geben zu „reifen“!“