Olympische Spiele 2012: Neuer Qualifikationsmodus - CEV gibt Auslosung bekannt
Der Volleyball-Weltverband FIVB hat sich für die Sportart Beach-Volleyball einen neuen Modus zur Qualifikation für die Olympischen Spiele einfallen lassen. Die jeweils 24 Frauen- und Männer-Teams, die in London 2012 um Gold, Silber und Bronze baggern, qualifizieren sich nunmehr nicht allein über die Weltranglistenplatzierung, sondern können sich auch durch ein weiteres (kompliziertes) Qualifikationsverfahren in einem Ländervergleich - ähnlich wie im Hallen-Volleyball - das begehrte Ticket sichern. Und: Erstmals werden die Startplätze bei den Olympischen Spielen nicht direkt an die qualifizierten Teams vergeben, sondern dem nationalen Verband zugeordnet.
Die ersten 16 Plätze der beiden Teilnehmerfelder werden über die Weltranglistenpositionen an die Nationen vergeben. Hierbei zählt das „Olympic Ranking“, also die zwölf besten Ergebnisse im Qualifikationszeitraum 1. Januar 2011 bis 17. Juni 2012 mit Beachtung der Nationenbeschränkung: D.h. maximal zwei Duos pro Geschlecht und Nation können an dem olympischen Turnier teilnehmen.
Der 17. Platz ist dem Ausrichterland Großbritannien garantiert, die sieben weiteren Plätze werden an die Sieger der fünf Kontinentalturniere (jeweils Frauen und Männer) sowie die 2 Finalisten einer so genannten „FIVB Beach Volleyball World Cup Final Olympic Qualification“ (jeweils Frauen und Männern) vergeben.
Der Europäische Volleyball-Verband CEV gab nun die Auslosung für den ersten Teil der kontinentalen Ausscheidung, die „Sub Zonal Phase“, (in 2010) bekannt: Diese Vor-Qualifikation wird in acht Vierergruppen (32 Nationen) ausgetragen, Deutschland tritt in Slowenien voraussichtlich gegen Portugal an. Der Modus dort sieht folgendermaßen aus: Pro Nation und Geschlecht spielen zwei Duos, die sich wie im Davis Cup in vier Spielen (z.B. GER1 gegen SLO2, GER2 gegen SLO1, GER1 gegen SLO1, GER2 gegen SLO2) gegenüberstehen. Steht es nach vier Spielen unentschieden, muss eine fünfte Partie bzw. ein Golden Set über den Sieg entscheiden.
Die Gruppenersten und -zweiten qualifizieren sich für die nächste Runde („Zonal Phase”), die erst 2011 in vier Vierergruppen (16 Nationen) ausgetragen wird. Diese Vierergruppen werden nach dem gleichen Modus absolviert, abermals qualifizieren sich die jeweils zwei Erstplatzierten (8 Nationen) für die nächste Runde – das letzte Turnier auf europäischer Ebene, den „European Continental Beach Volleyball Cup“ (2012). Die bestplatzierte Nation dieses Turniers, die noch nicht mit zwei Teams in London startet, erhält einen (weiteren) Startplatz für die Olympischen Spiele. Die Siegernation dieses Turniers qualifiziert sich für das “FIVB Beach Volleyball World Cup Final”, wo es um den Titel und Preisgeld geht. Zusätzlich qualifizieren sich die zwei weiteren bestplatzierten Nationen vom „European Continental Beach Volleyball Cup“, die noch nicht zwei Teams in London dabei haben, für das „FIVB Beach Volleyball World Cup Final Olympic Qualification“ (2012) mit den Nationen der anderen Kontinentalverbände. Dort werden die beiden letzten Olympia-Tickets (pro Geschlecht) vergeben.
Gruppeneinteilung für die "Sub Zonal Phase"
Pool A: SUI, GBR, DEN, MLT
Pool B: GER, NOR, SLO, POR
Pool C: ESP, ITA, SWE, ISL
Pool D: NED, FRA, SRB, LIE/ISR*
Pool E: CZE, POL, UKR, CRO
Pool F: RUS, LAT, BUL, LTU
Pool G: EST, GRE, ZYP, ROU
Pool H: AUT, SVK, FIN/Bye**, TUR
* Liechtenstein und Israel spielen zusammen, da die Nationen für Frauen bzw. Männer gemeldet haben
** Finnland ist nur für den Frauen-Wettbewerb gemeldet.
Hinweis: In der nächsten Woche befasst sich ein Interview mit DVV-Beach-Koordinator Raimund Wenning mit diesem Thema.