Europapokal (F): Christiane Fürst gewinnt Champions League

Europapokal (F): Christiane Fürst gewinnt Champions League Bergamo und Christiane Fürst (4. v.l. ganz hinten) bejubeln die erfolgreiche Titelverteidigung in der Champions League.

Deutschlands „Volleyballerin des Jahres 2009“, Christiane Fürst, hat sich nun auch die europäische Vereinskrone gesichert: Mit ihrem Verein Bergamo gewann die Spielführerin der DVV-Frauen die Champions League durch einen 3:2-Sieg (25-22, 25-21, 22-25, 20-25, 15-9) im Finale gegen Istanbul/TUR. Zuvor hatte Bergamo im rein italienischen Halbfinale gegen Novara und Margareta Kozuch 3:1 (25-20, 21-25, 25-19, 25-15) gewonnen. Cannes sicherte sich durch ein 3:0 im kleinen Finale den dritten Platz.

Fürst zählte in Cannes zu den besten Spielerinnen ihrer Mannschaft und steuerte 14 (gegen Novara) bzw. zehn Punkte (gegen Istanbul) zum Turniersieg bei. Dabei überzeugte sie vor allem im Block mit insgesamt neun direkten Zählern.

Im Finale gegen Istanbul, welches die erste Saisonniederlage kassierte (in der Meisterschaft und Champions League bis dahin ungeschlagen), deutete nach einer 2:0-Satzführung bereits alles auf die erfolgreiche Titelverteidigung Bergamos hin. Dann kämpften sich die Türkinnen mit der überragenden Kroatien Natasa Osmokrovic (insgesamt 31 Punkte) zurück, und der fünfte Satz musste entscheiden. „Es war unglaublich, dass wir einen so starken fünften Satz gespielt haben, obwohl wir schon so kaputt waren“, meinte Fürst.

Trotz der Erschöpfung gab es noch genügend Kräfte, den Erfolg zu bejubeln und zünfig zu feiern: „Zuerst hatten wir ein offizielles Abendessen am Meer, anschließend sind wir mit unseren Freunden und Familien in die Stadt zum Feiern gegangen. Um 3.30 Uhr war ich wieder auf meinem Zimmer“, so Fürst erschöpft. Erster Gratulant aus der Ferne war übrigens Bundestrainer Giovanni Guidetti, der im Vorfeld auf Bergamo als Gewinner getippt hatte.

Der erste Titel ist eingefahren, zwei sind in Italien und für Bergamo noch zu holen. „In zwei Wochen geht es um den italienischen Pokal, da spielen wir im Halbfinale gegen Pesaro. Jetzt erholen wir uns zwei Tage, dann wollen wir auch dort erfolgreich sein.“ Fürst, die vor der Saison von Pesaro nach Bergamo wechselte, meint vielsagend: „Als ich das erste Mal nach Bergamo kam, und ich die ganzen Trophäen gesehen habe, habe ich gewusst und gespürt, hier ist der Erfolg zu Hause.“

Foto
Foto CEV: Der Einsatz stimmte, zu einem Sieg reichte es für Margareta Kozuch (hinten) und Novara jedoch nicht.