DVV-Männer: Stefan Hübner strebt Comeback an

DVV-Männer: Stefan Hübner strebt Comeback an Seinen vorerst letzten Einsatz im Nationaltrikot hatte Stefan Hübner (in der Mitte) bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking gegen Weltmeister Brasilien.

Am 22. Juni 2009 hatte er nach 224 Länderspielen sein Karriere-Ende in der Nationalmannschaft verkündet, knapp ein Jahr später will er es nochmals wissen: Mittelblocker Stefan Hübner (evivo Düren) kehrt am 2. August in den Kreis der DVV-Männer zurück und will somit auch die Weltmeisterschaften vom 25. September bis 10. Oktober in Italien mitspielen.

Der 35-Jährige hatte sich Anfang Juli mit Bundestrainer Raúl Lozano in Heidelberg getroffen und über seine Rückkehr gesprochen. Hübner hat sich die Sache gut überlegt: „Ich habe wieder Lust und suche wieder die Herausforderung. Ein Hauptgrund war, dass ich wieder in Deutschland bin und mich so auch mehr um mein Privatleben kümmern kann. Am 2. August stoße ich zur Gruppe und dann muss man sehen, ob es passt. Wenn es nach anderthalb Monaten nicht reicht, ist das auch in Ordnung.“ Nach insgesamt elf Jahren in Italien hatte Hübner vor kurzem bekannt gegeben, in die Bundesliga zu evivo Düren zu wechseln. Nun also wieder die DVV-Auswahl, für die der 2-Meter-Mann letztmals bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking gegen Weltmeister Brasilien spielte.

Durch die Rückkehr von Hübner entsteht auf der Mittelblockposition ein Konkurrenzkampf, den Bundestrainer Raúl Lozano sehr positiv sieht: „Dadurch wird härter im Training gearbeitet und das Niveau steigt. Das ist nur positiv für alle. Einen Freifahrtsschein gibt es aber für keinen Spieler.“ Auch die Mannschaftskollegen begrüßen die Rückkehr, Kapitän Björn Andrae bringt es auf den Punkt: „Stefan ist immer eine Bereicherung - für jedes Team, er ist einer der erfahrensten Mittelblocker, die es gibt.“

Hübner nahm aufgrund zahlreicher Verletzungen nur an zwei Europameisterschaften (1997 und 2007), einer Weltmeisterschaft (2006) und den Olympischen Spiele in Peking (2008) teil. Nun soll die zweite WM-Teilnahme, in seiner zweiten Heimat Italien, folgen.