Bundesliga/DVV-Männer: Georg Grozer wechselt nach Polen
Nach zwei Jahren verlässt Georg Grozer den VfB Friedrichshafen. Den Nationalspieler zieht es nach Polen zum Meisterschaftsdritten Asseco Resovia Rzeszów. Dort unterschrieb Grozer einen Vertrag für ein Jahr. „Ich habe die zwei Jahre in Friedrichshafen genossen und mich noch nie bei einem Verein so wohl gefühlt“, sagt Grozer. „Ich bin sehr dankbar, dass ich das erleben durfte.“
Seinen Abschied vom VfB Friedrichshafen hatte Georg Grozer direkt nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft verkündet. Nun ist auch klar, wohin es den Nationalspieler verschlägt. Beim polnischen Klub Asseco Resovia Rzeszów, Viertelfinal-Teilnehmer der Champions League 2009/2010, Pokalfinalist und Dritten der polnischen Meisterschaft, unterschrieb Grozer einen Vertrag für ein Jahr.
Zwei Spielzeiten hatte der sprunggewaltige Diagonalangreifer des Trikot des VfB Friedrichshafen getragen und avancierte in dieser Zeit zu einem der besten Punktesammler der Bundesliga und der Champions League. „Ich habe die zwei Jahre in Friedrichshafen genossen und mich noch nie bei einem Verein so wohl gefühlt“, sagt Grozer. „Ich bin sehr dankbar, dass ich das erleben durfte.“
Bereits im vergangenen Jahr hatte der russische Superligist Ural Ufa um Grozers Dienste gebuhlt. Auch dieses Mal legten die Russen sowie Klubs aus Italien Angebote vor. Der 25-Jährige aber entschied sich für den Wechsel nach Polen. „Rzeszów hat mir ein sehr gutes Angebot gemacht“, sagt er. „Finanziell kommt es dem aus Russland sehr nahe. Für meine Familie aber ist Polen viel bequemer.“
Sportlich will Grozer in der gut 170.000 Einwohner zählenden und im Südosten Polens unweit der ukrainischen und slowakischen Grenze gelegenen Stadt wieder voll angreifen. In Meisterschaft und Pokal will der vierfache polnische Meister ein ernstes Wort in der Titelvergabe mitreden. International ist Rzeszów für den CEV Cup qualifiziert, hofft aber auf eine Wild Card für die Champions League 2010/2011.
Vor allem der riesigen Volleyballbegeisterung in Polen blickt Grozer mit großer Vorfreude entgegen. Dort nämlich haben die Volleyballer den Fußballern schon längst den Rang abgelaufen. Die Spieler sind Stars und die Ligaspiele werden live im Fernsehen übertragen. In Rzeszów selbst sorgen 4.000 bis 5.000 Zuschauer bei den Heimspielen regelmäßig für ein volles Haus. „Ich freue mich schon sehr darauf und bin gespannt, ob es wirklich so toll ist, wie alle sagen“, sagt Grozer.
Einen kleinen Vorgeschmack bekam er allerdings schon. Direkt nach der Vertragsunterzeichnung meldete sich Rzeszóws Präsident. „Er hat mich angerufen, um mich persönlich zu begrüßen“, so Grozer. „Das fand ich sehr nett.“
Beim VfB Friedrichshafen drückt man dem Volleyballer die Daumen. „Wir haben ihn von Moers nach Friedrichshafen geholt, um ihm alle Möglichkeiten zu eröffnen“, sagt Trainer Stelian Moculescu. „Georg ist ein Spieler mit sehr großem Potenzial. Dass er nicht ewig bei uns spielen wird, war klar. Ich hoffe, dass er weiter an sich arbeitet und wünsche ihm von Herzen alles Gute.“
(VfB Friedrichshafen)