Bundesliga: Vorfreude auf das Saisonauftaktspiel der Männer-Bundesliga

Bundesliga: Vorfreude auf das Saisonauftaktspiel der Männer-Bundesliga

Am Mittwoch, 20. Oktober startet die Saison der 1. Volleyball-Bundesliga der Männer. „Ich erwarte eine sportlich hoch spannende Spielzeit“, sagte Thorsten Endres, Geschäftsführer der Deutschen Volleyball-Liga (DVL) anlässlich eines Pressegesprächs in Berlin. Dem pflichtete Kaweh Niroomand, Manager des SCC Berlin bei: „Viele Vereine waren auf dem Transfermarkt tätig. Mindestens sechs Mannschaften haben das Potenzial, um oben mitmischen zu können.“

Niroomand ließ sodann auch keinen Zweifel an den Zielen des Hauptstadtclubs: „Wir wollen Deutscher Meister werden.“ Dazu habe der Verein einen schlagkräftigen Kader zusammengestellt und sei auf allen Spielpositionen doppelt besetzt. Ein Sieg im Auftaktmatch gegen die Netzhoppers KW-Bestensee am Mittwoch um 19 Uhr in der Max-Schmeling-Halle ist für den SCC-Manager daher Pflicht.

In der Rolle des Herausforderers fühlt sich der Brandenburger Konkurrent pudelwohl. „Wir sind das gallische Dorf vor den Toren Berlins“, sagte Netzhoppers-Manager Michael Kahl. „Der Zaubertrunk ist gemischt. Wir werden den Kampf am Mittwoch annehmen.“ Trainer Mirko Culic ließ sich allerdings nicht in die Karten gucken, mit welchem sportlichen Rezept er die Berliner knacken will. „Die Mannschaft hat viele neue und junge Gesichter. Da steckt viel Entwicklungspotenzial drin. Wenn wir weiter hart arbeiten, können wir in den Play-offs mitspielen“, so Culic.

Berlins Trainer Mark Lebedew hat derweil die Qual der Wahl. Seine Jungs haben in den Vorbereitungsspielen und im Training durchweg starke Leistungen gezeigt. „Die Spieler sind heiß auf den ersten richtigen Wettkampf.“ Welche Stars das mannschaftsinterne Rennen um den ersten Sechser für sich entscheiden konnten, wird der gebürtige Australier allerdings erst am Mittwoch verraten. Für Lebedew ist es das erste Spiel in der Max-Schmeling-Halle. „Wir sind stolz, in dieser Arena Volleyball spielen zu können. Die Spieler haben mir von der Gänsehautatmosphäre berichtet. Jetzt will ich sie auch selbst erleben.“

Für DVL-Geschäftsführer Thorsten Endres ist das Saisonauftaktspiel in dem Berliner Volleyballtempel ein weiterer Baustein zur Professionalisierung der Liga: „Wir werden erstmals in der Bundesligageschichte die Saison feierlich eröffnen. In dem Rahmenprogramm vor dem Spiel präsentieren wir alle 13 Bundesligateams und die Meisterschale.“ Endres zollte den Vereinen viel Anerkennung für die Entwicklung der Bundesliga in den zurückliegenden Jahren. Sportlich und organisatorisch habe sich die Liga in den letzten sechs Jahren sichtbar professionalisiert. Insbesondere für die Anstrengungen in der Eventisierung, der Zuschauermobilisierung und den Umzug in große Sportarenen erhalte die DVL auf internationaler Ebene viel Lob. Niroomand ergänzte: „Die Liga genießt bei ausländischen Spielern inzwischen einen erstklassigen Ruf. Die kommen gerne nach Deutschland. Das tut der Attraktivität der Liga gut.“ In dieser Saison spielen allein fünf Männervereine in den Europapokalwettbewerben, davon mit dem VfB Friedrichshafen und Generali Haching zwei Vertreter in der Champions League.

Dieser sportliche Aufwind ist auch beim Blick in die Nationalmannschaften zu bemerken: Neben den zehn deutschen Nationalspielern, die in der letzten Saison in der DVL gespielt haben und jüngst bei der WM waren, gibt es weitere Asse, die mit ihren Nationalteams in Italien am Start waren: der Tscheche Lukas Tichacek, der Serbe Nikola Rosic und der Kanadier Fred Winters (alle in Friedrichshafen), der für Moers spielende Puerto Ricaner Juan Figueroa oder der Kameruner Oliver Nongny, den sich Düren geangelt hat.

Bei aller Euphorie sparte Niroomand trotzdem nicht mit Kritik: „Die Weltmeisterschaften haben leider nicht den erhofften Rückenwind gebracht. Der sportliche Durchbruch ist wieder nicht gelungen. Stattdessen diskutierten alle nur über den umstrittenen WM-Modus.“

Mehr öffentliche Aufmerksamkeit verspricht sich die DVL von der Imagekampagne „Echte Menschen. Echte Stars.“, deren Videospots nach der gelungenen Premiere in der letzten Woche am Mittwoch dem Berliner Publikum präsentiert werden und auf www.echte-stars.de zu begutachten sind.

(DVL)