20-jähriges Jubiläum des gesamtdeutschen Volleyball-Verbandes
Am 9. Dezember vor 20 Jahren fand in West-Berlin die Vereinigung der beiden deutschen Volleyballverbände Ost und West statt. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands ging auch der Zusammenschluss der Sportverbände einher. Und so kann der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) auf 20 gemeinsame Jahre Volleyball in Deutschland zurückblicken.
DVV-Präsident Werner von Moltke sagt zum Jubiläum: „Die Volleyballer waren einer der ersten Verbände, die den Zusammenschluss von Ost und West durchführten und 20 Jahre danach sind im DVV keine Grenzen mehr zu spüren: Der DVV hat sich zu einem festen Bestandteil des deutschen Sports entwickelt, sowohl im Leistungs- als auch im Breiten- und Schulsport. In den Bundesligen spielen Vereine aus dem West- und Ostteil gute Rollen, in den Nationalmannschaften sind die Zeiten längst passé, wo nach der Herkunft der Spielerinnen und Spieler gefragt wurde. Ich freue mich, einen harmonischen und geschlossen auftretenden Verband vertreten zu dürfen und bin gespannt auf die nächsten Jahre.“
Der Weg zur Vereinigung
Die Weichen für einen gesamtdeutschen Volleyballverband wurden beim 8. Verbandstag des Deutschen Sportverbands Volleyball (DSVB) in Leuna, damals noch DDR, gelegt, bei dem ein klares Votum für Gespräche mit dem DVV zum Zusammenwachsen der deutschen Volleyballverbände ausgesprochen wurde. Bereits im Januar 1990 gab es erste offizielle Verhandlungen zwischen DSVB und DVV. Auf Seiten des DSVB herrschte damals große Unsicherheit über die Zukunft des Volleyballsports in der DDR sowie Angst vor einem Ausverkauf der Spitzenspieler durch die neue Reisefreiheit.
Im Juni 1990 fand in Berlin eine erste gemeinsame Präsidiumstagung von DSVB und DVV statt, bei der u.a. auch vereinbart wurde, dass westliche Landesverbände Patenschaften für die neuen Landesverbände im Osten übernehmen und diesen beim Aufbau helfen. Wenige Monate später, am 8. Dezember 1990, kamen in Berlin die Delegierten der neuen Landesverbände zusammen, um bei einem außerordentlichen Verbandstag über die Auflösung des DSVB abzustimmen. Parallel dazu wurde beim außerordentlichen Verbandstag des DVV die Aufnahme der neuen Landesverbände beschlossen.
Damaliger DVV-Präsident war Roland Mader. Als äußeres Zeichen der Einheit des deutschen Volleyballsports wurde der Präsident des aufgelösten DSVB Dr. Klaus Helbig zum DVV-Vizepräsidenten gewählt und Helbig überreichte Mader symbolisch den Pokal des Europameisters.
(„Volleyball in Deutschland“ v. Klaus Helbig/EB/VLW)