Zurich Team VC Olympia Berlin (F): Wieder in der Erfolsspur - klarer 3:0-Sieg

Zurich Team VC Olympia Berlin (F): Wieder in der Erfolsspur - klarer 3:0-Sieg

Vor etwa 150 Zuschauern gelang dem Zürich Team VC Olympia Berlin in der Frauenvolleyball-Bundesliga am Samstag ein klarer 3:0 (25:19, 25:19, 25:18)-Sieg gegen den Tabellenletzten und Aufsteiger Fighting Kangaroos Chemnitz. Diese waren mit drei Ausfällen in der Stamm-Mannschaft nach Berlin gereist, daher galten die VCO-Mädels als klare Favoritinnen.

Dabei fing es doch so verheißungsvoll an, für die Chemnitzer Kangoroos: Ihr Plüschkangaroo brachte vorerst Glück, denn die Mädchen gewannen die Seitenwahl und verwandelten den ersten Punkt. Es sollte die einzige Führung im Spiel bleiben: Das Zürich Team drehte gleich voll auf, und schon das 3:2 war das erste As. Beflügelt davon flogen die VCO-Mädels mit 6:3 zur ersten Auszeit.

Danach schien die Konzentration im Zürich-Team kurz nachzulassen: Zwei Mal in Folge flog der Ball ins Aus. Dennoch blieb die Führung (12:9) erhalten. Nach einer kuriosen Aufholjagd der Kangaroos sah Trainer Han Abbing sich gezwungen zu handeln, und nahm eine Auszeit. Diese schien gewirkt zu haben, viele gute Blocks verschafften den Führungs-Ausbau.
Durch gute Aufschläge kamen die Chemnitzerinnen nochmals auf 17:16 ran – der engste Spielstand des Abends. Doch das Zürich-Team ließ nichts anbrennen: ein Durchmarsch zum 21:17 folgte. Keine Minute später stand der erste Satzball des Spiels an, aber erst den zweiten verwandelten die Gastgeberinnen (25:19).

Dementsprechend hochmotiviert startete das Zürich Team in den zweiten Satz, Chantal Laboureur verwandelte den ersten Punkt für die Gastgeber. Punkt um Punkt ging es im Wechsel voran, bis zum 5:5. Beide Seiten schenkten sich nichts, doch durch starke Schmetterbälle bauten die VCO-Juniorinnen die Führung aus. Nach weiteren Netzberührungen der Kangaraoos stand es 13:9.
Nach dem Spiel erklärte Chemnitz-Trainer Mirko Pansa: „Die Mädchen waren sehr verunsichtert. Der Ball fällt einfach rein, sie springen ins Netz, und Verunsicherung wird immer größer“
Dieser Trend hielt auch nach der zweiten technischen Auszeit an: Nach dem Block zum 17:13 sahen die Chemnitzer Fans den Ball klar im aus, sie wurden langsam unruhig. „Schieri, mach de Glotzen off!“, war noch ein netter Ruf der Empörung. Doch es half alles nichts. Die Züricher Mädels bauten ihre Führung aus und verwandelten mit einem spektakulären Aufschlag, der zu einem Netzroller führte, ihren 1. Satzball zum erneuten 25:19.

Ausgeglichen begann der dritte Satz, mit 3:3 wirkten die VCO-Mädels siegessicher, die Kangaroos hatten sich scheinbar bereits aufgegeben. Ein Fehler nach dem anderen führte zu einem schnellen 12:7. Nach einer solchen Führung wurde das Zürich Team leichtsinnig, die Chemnitzer kamen durch Flüchtigkeitsfehler der Gastgeber noch mal auf 19:16 heran. Doch letzendlich holten die VCO-Mädels einen Sieg auch im dritten Satz (25:18 ).

Ihr Trainer Han Abbing war zufrieden: „Unsere Leistung war sehr solide, trotz unserer Unerfahrenheit. Das hat man gesehen, wenn wir in Führung lagen, sind wir leichtsinnig geworden. Daran müssen wir noch arbeiten.“ Nächste Woche liegt eine harte Nuss vor ihnen: Nach dem Tabellenletzen folgt am Samstag (14.2.) die Bewährungsprobe beim Bundesliga-Spitzenreiter Schwerin.

(l.t./t.m.)