Zurich Team VC Olympia Berlin (F): Starke Juniorinnen schlagen Suhl 3:2
14 Grad Celsius, zwitschernde Vögel - es lag Frühling in der Luft am Samstag Nachmittag rund um die Anton Saefkow-Halle in Berlin. Doch nicht nur für den Volleyballfan lag Frühling in der Luft, auch Trainer Han Abbing (Zurich Team VC Olympia Berlin) hatte die Fährte aufgenommen. „Ich hatte schon vor dem Spiel das Gefühl, da geht heute was für uns!“. So die ersten Worte des Trainers nach überraschenden 3:2 (20:25, 25:12, 21:25, 25:22, 15:9)-Erfolg seiner Mädels über den VfB Suhl in der Volleyball-Bundesliga. Wähend der mit großen Ambitionen ins Spieljahr gestartete VfB damit im Tabellen-Mittelfeld verharrt, festigte ZTVCO den überaus achtbaren 9. Rang.
Dabei begann das Geschehen aus Sicht der Gastgeberinnen etwas schwerfällig. Das Zürich Team eröffnete den ersten Satz zwar kämpferisch, fand jedoch nicht sofort ins Spiel. So lag man zur zweiten technischen Auszeit 9:16 hinten. Trainer Abbing motivierte jedoch seine Schützlinge lautstark und diese kämpften sich bis auf 19:20 heran. Der folgende Ballwechsel war bezeichnend für den ersten Satz. Der Einsatz stimmte, doch das entscheidende Quentchen Glück fehlte und so stand es am Ende 20:25.
Doch das Glück ist bekanntlich mit den Tüchtigen und das waren an diesem Nachmittag die VCO-Mädels. So konnte der zweite Satz, nach einem ausgeglichenen Beginn und einem 8:5 deutlich mit 25:12 gewonnen werden konnte. Am Ende des zweiten Satzes und zu Beginn des dritten Satz stand vor allem der Mittelblock (Janine Hinderlich, Anja Brandt) des VCO sehr sicher und konnte wichtige Punktgewinne sichern.
Der dritte Satz verlief über weite Strecken ausgeglichen und ging letztendlich durch Unkonzentriertheiten der VCO-Annahme an die Gäste, bei denen die frühere Nationalspielerin Birgit Thumm herausragte. Auch der vierte Abschnitt begann denkbar schlecht für die Juniorinnen. Schnell lag man 0:5 zurück. Dies sollte jedoch der letzte deutliche Rückstand im Spiel über knapp zwei Stunden vor rund 100 Zuschauern bleiben. Durch starke Leistungen im Angriff (Chantal Laboureur, Sarah Petrausch, Laura Weihenmaier) erarbeitete man sich eine 16:11-Führung. Und hatte ab diesem Zeitpunkt nicht mehr das Gefühl, dass der VfB noch motiviert genug war, die Partie wieder an sich zu reißen. Mit einem 25:22 schaffte ZTVCO den 2:2-Satzausgleich. Und ging nach konzentriertem Start im Tiebreak mit fünf Punkten in Führung und gab diese bis zum 15:9 nicht mehr ab.
Suhls Trainer Michael Schöps sah die Probleme bei seinem Team nicht zum ersten Mal in der Saison vor allem in der Annahme: „Wir konnten zu keinem Zeitpunkt die Angaben das VCO kontrollieren. Gleichzeitig waren unsere Angaben zu schwach und landeten oft nur im Halbfeld des Gegners, der damit keine Mühe hatte.“
Für Han Abbing hatte die Partie eine besondere Konstellation, weil er vier Jahre für den VfB tätig war und im Vorjahr Suhl zum Pokalsieg führen konnte. „So war es war natürlich ein spezielles Spiel für mich. Über den Erfolg hab mich daher gleich nach dem Schlusspfiff bei meinen Mädchen bedankt.“, sagte er mit einem kleinen Lächeln auf dem Gesicht und verschwand in der Kabine.
Dagegen verpassten es die Junioren, den fünften Saisonsieg zu landen. In Wuppertal unterlag die Mannschaft von Trainer Söhnke Hinz deutlich den gastgebenden Titans mit 0:3 (11-25, 13-25, 23-25).
(c.d./j.k.)