World League Qualifikation (M): Erster Sieg in Riesa?

World League Qualifikation (M): Erster Sieg in Riesa? Wie die Zeit vergeht! Björn Andrae 2009 im Spiel der World League Qualifikation gegen Mexiko...

Am 18. (19.00 Uhr)/19. September (16.00 Uhr, beides live auf www.sportdigital.tv)fällt in Riesa die Entscheidung, ob Deutschland oder Venezuela 2010 in der World League an den Start gehen. Der Gesamtsieger der beiden Begegnungen in der 20-jährigen World League-Historie erstmals durchgeführten Qualifikation kann sich im nächsten Jahr auf Duelle mit der Crème de la crème wie Olympiasieger USA, Weltmeister Brasilien oder Europameister Polen freuen.

Das Pflaster Riesa war bislang allerdings nicht unbedingt ein erfolgsversprechendes für die deutschen Mannschaften: Zweimal gastierten die DVV-Asse zu Highlights in der erdgas ARENA, beide Male jubelten am Ende die Gegner. So war es 2002 bei der Frauen-WM, als die deutsche Mannschaft in der Zwischenrunde den Niederlanden, Brasilien und den USA unterlag. Und so erging es auch den DVV-Männern 2001 in der World League, als zweimal gegen die Niederlande (jeweils 1:3) verloren wurde.

Zeit also, diese Negativserie zu durchbrechen. Und Bundestrainer Raúl Lozano, der seit dem 14. September seine Spieler in Riesa um sich hat, ist optimistisch, auch wenn er den Gegner stark einschätzt: „Der Angriff der Venezolaner ist sehr gut, vor allem über die Außenpositionen. Die Spieler leben von ihrer Athletik und ihrer Sprungkraft. Für uns ist es wichtig, dass wir den Kopf frei kriegen. Ich vertraue meinen Spielern und glaube, dass wir gewinnen.“ Das Hauptaugenmerk dürfte die deutsche Mannschaft dabei auf die Außenangreifer Venezuelas legen: Luis Diaz, Thomas Ereu und Ernardo Gomez sind allesamt angriffsstark, sprunggewaltig und aufgrund ihrer Auslands-Engagements erfahren. Doch auch die deutschen Männer weisen einiges an Qualität vor: Zu nennen sind in erster Linie Super-Star Jochen Schöps und Björn Andrae, die von keinem Block der Welt komplett auszuschalten sind. Daneben überzeugte das deutsche Team vor allem durch seine mannschaftliche Geschlossenheit, klare Schwachstellen gibt es keine, fällt ein Spieler leistungsmäßig ab, wird er ohne Qualitätsverlust durch einen anderen ersetzt.

Und Qualität haben die deutschen Männer 2009, im Jahr eins nach der großen Zäsur mit neuem Bundestrainer und diversen Rücktritten bzw. Auswahl-Pausen (Stefan Hübner, Ralph Bergmann, Mark Siebeck, Frank Dehne, Christian Pampel, Marcus Popp), bewiesen: Sieg in der European League, Qualifikation für die WM-Endrunde 2010 in Italien und Platz sechs bei der EM in der Türkei, bei der nur gegen die beiden Finalisten Frankreich und Polen verloren wurde. Die Qualifikation für die World League 2010 wäre aus deutscher Sicht demnach die Sahne auf dem Kuchen und würde zudem den „Riesa-Fluch“ beenden…

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Foto Jean-Marie Tronquet: ...und 2001 in der World League in Riesa gegen die Niederlande.

Team Deutschland: Patrick Steuerwald, Ferdinand Tille, Eugen Bakumovski, Max Günthör, Sebastian Schwarz (alle Generali Haching), Georg Grozer, Marcus Böhme, Markus Steuerwald (alle VfB Friedrichshafen), Robert Kromm (Verona/ITA), Georg Wiebel (z.Zt. ohne Verein), Jochen Schöps (Odintsovo/RUS), Simon Tischer (Piräus/GRE), Björn Andrae (Valentia/ITA), Dirk Westphal (Taranto/ITA)

Team Venezuela: Delvi Yustiz (Yaracuy), Jorge Silva (Regatas san Nicolas), Luis Diaz (Modena/ITA), Pedro Siso, Juan Carlos Blanco (Karava), Ronald Mendez (Bolivar), Ernardo Gomez (Toyoda Gosei/JPN), Carlos Tejeda (Almeria/ESP), Thomas Ereu (Taviano/ITA), Francisco Soteldo (Lara), Enderwuin Herrera (Episcopal), Freddy Cedeno (Teneriffa/ESP)

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