U18-Nationalmannschaft (w): 0:3-Niederlage zum WM-Auftakt

U18-Nationalmannschaft (w): 0:3-Niederlage zum WM-Auftakt Tanja Joachim (10) und Julia Hero (9) waren den Serbinnen deutlich unterlegen.

Die deutsche U18-Nationalmannschaft ist mit einem 0:3 (9-25, 21-25, 21-25) gegen Vize-Europameister Serbien in die WM in Thailand gestartet. Zwar steigerte sich die DVV-Auswahl nach katastrophalem ersten Durchgang im Spielverlauf, gefährlich konnte sie dem Favoriten jedoch nicht werden. Soll das Ziel, Erreichen des Viertelfinals erreicht werden, müssen aus den Spielen gegen Thailand (4. Juli) und Ägypten (5. Juli) zwei Siege her. Thailand bezwang Ägypten 3:0. Punktbeste deutsche Spielerinnen waren Tanja Großer (7) und Rebecca Schäperklaus (6).

Das deutsche Team startete gegen eine starke Serbische Mannschaft mit Tanja Joachim im Zuspiel, Anika Boin auf der Diagonalposition, Sina Fuchs und Tanja Großer im Außenangriff, Julia Hero und Rebecca Schäperklaus im Block und Lena Gschwendtner auf der Liberoposition. Die Serben legten los wie die Feuerwehr und sind mit dieser Spielstärke sicherlich als Medaillen-Kandidat zu sehen. Erst im Laufe der Partie konnte das deutsche Team die Nervosität ablegen, dennoch merkte man vor allen Dingen in den entscheidenden Spielsituationen immer wieder die fehlende Länderspielpraxis bei den Mädchen von Bundestrainer Stefan Bräuer.

1. Satz
Nach großen Startschwierigkeiten und Problemen in der Annahme lag das deutsche Team schnell bei den Technischen Auszeiten mit 2:8 und 6:16 zurück. Die Serben spielten fast fehlerfrei und nur selten konnte der deutsche Block die groß gewachsenen Serbinnen unter Kontrolle bekommen. Nach nur 18 Minuten sah alles nach einer derben Niederlage für das Team Germany aus.

2. Satz
Mit den Wechseln Hoja für Fuchs und Mommert für Hero konnte Deutschland das Spiel offener gestalten. Die Annahme wurde besser, und nach dem 13:16 in der zweiten technischen Auszeit kämpften sich die deutschen Mädchen auf 21:22 heran und hatten die Punktchance zum Ausgleich. Drei kleine Fehler in Zuspiel und Annahme ließen dann aber die Serbinnen jubeln.

3. Satz
Bundestrainer Stefan Bräuer wechselte vor dem dritten Abschnitt mit Hanna Klemm für Tanja Joachim auf der Zuspielposition und hatte mit dieser Maßnahme Erfolg. Die deutsche Annahme stand nun deutlich besser und immer wieder konnte man auch die serbischen Angriffe im Block entschärfen. Mit 8:5 ging es in die erste technische Auszeit und diese Führung baute das deutsche Team sogar zum 15:10 aus. Eine Fehlerserie in der Annahme machte jedoch alle deutschen Bemühungen zu Nichte, und die Serbinnen konnten beim 16:15 erstmals wieder in Führung gehen. Von da an ging es Punkt für Punkt, und erneut zwei kleine Fehler ließen den Titelfavoriten am Ende jubeln.

Stimmen zum Spiel
Anna Hoja, Kapitän: „Wir standen zu schlecht in der Annahme und haben vor allen Dingen in der Abwehr etwas den Kampfgeist vermissen lassen. Aber ich bin mir sicher, dass wir morgen gegen Thailand eine andere deutsche Mannschaft sehen werden.“

Stefan Bräuer, Bundestrainer: „Wir haben heute gegen einen Titelanwärter gespielt und man hat deutlich unsere fehlende Länderspielpraxis gemerkt. In den entscheidenden Situationen sind wir einfach zu unerfahren. Wir müssen unsere Annahme stabilisieren, und dann werden wir auch noch ein gutes Turnier spielen. Wir konnten die Sätze zwei und drei offen gestalten und uns etwas Selbstvertrauen für das Thailand-Spiel holen. Ich bin mir aber sicher, dass wir morgen gewinnen werden.“

Der deutsche Kader: Anna Hoja (USC Münster), Sina Fuchs (SCU Lüdinghausen /USC Münster), Ann-Christin Quade (Bayer 04 Leverkusen), Lena Gschwendtner (VC Allianz Stuttgart), Julia Hero (VC Olympia Berlin), Rebecca Schäperklaus (SCU Lüdinghausen / USC Münster), Bianca Meyerink (SCU Emlichheim), Hanna Klemm (VC Olympia Berlin), Tanja Großer (VC Olympia Berlin), Corinna Mommert (USC Münster), Anika Boin (VC Olympia Dresden), Tanja Joachim (Schweriner SC)

Betreuer
Delegationsleiter / Scout: Jens Neudeck
Head Coach: Stefan Bräuer
Co-Trainer: Peter Pourie
Physiotherapeutin: Katrin Wiedmaier
Arzt: Dr. Peter Jokisch

(PP)

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