DVV-Pokal (M): Überraschungen sind das Salz in der Suppe
Es war die Überraschung des letztjährigen DVV-Pokalwettbewerbs der Männer. Im Halbfinale schaltete Generali Haching den VfB Friedrichshafen mit 3:1 aus und beendete eine bis dato einmalige Serie. Seit 2001 hatte das Team vom Bodensee stets den Pokal gewonnen. Und nun war der Weg frei für einen neuen Titelträger. Eben für Generali Haching. Im Pokal ist eben doch alles möglich und getreu dieser Devise geht es am Freitag wieder los mit dem Kampf um den Cup.
Auf dem Spielplan steht das Achtelfinale, mit zwölf Erst- und vier Zweitligisten. Letztere haben sich über die Qualifikation der Regionalpokalsieger einen Platz in der Hauptrunde erobert, wo sie dann Heimrecht genießen. Schwer bleibt es trotzdem: In der letzten Saison hat kein Zweitligist das Achtelfinale überstanden. Doch jetzt heißt es: neues Spiel, neues Glück. So freut sich der TSV Bayer 04 Leverkusen, Spitzenreiter der 2. Liga Nord, auf den Erstliga-Fünften evivo Düren. Das Westderby steigt am Samstag (17 Uhr). Der VC Gotha, Tabellenführer im Süden, bekommt es am Samstag (20 Uhr) mit dem SCC Berlin (Vierter in der 1. Liga) zu tun. Der VCB Tecklenburger Land, Vierter in der Nordstaffel, darf gegen den Tabellenzweiten aus dem Oberhaus, den EnBW TV Rottenburg antreten (Sonntag, 16 Uhr). Der TuS Kriftel, Elfter der 2. Liga Süd, empfängt die Wuppertal TITANS (Zehnter in der 1. Liga). Kriftel hatte auch in der letzten Saison die Runde der besten 16 erreicht, scheiterte aber vor heimischer Kulisse am SCC Berlin mit 1:3.
Die übrigen vier Partien im Achtelfinale sind reine Erstliga-Duelle. Als Favorit geht der VfB Friedrichshafen in das Heimspiel gegen den VC Bad Dürrenberg-Spergau (Samstag, 19.30 Uhr). Bereits am Freitag kommt es zu einem Wiedersehen zwischen dem VC Franken und dem TV Bühl (19 Uhr). Beide standen sich am letzten Wochenende in der Bundesliga gegenüber, und da konnte Bühl einen Fünf-Satz-Sieg landen. Ein zweites Westderby findet am Sonntag (16 Uhr) in Moers statt, wo der MSC auf die RWE Volleys Bottrop trifft. Im Bundesliga-Duell gab es ein 3:0 für die „Adler vom Niederrhein” gegen den Aufsteiger.
Für Generali Haching beginnt das Unternehmen Titelverteidigung mit einem Heimspiel gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen. Die letzten Vergleiche konnten die Hachinger stets für sich entscheiden, wie im letztjährigen Play-off-Halbfinale sowie im Hinrundenspiel (3:2) der laufenden Saison. Hachings Angreifer Sebastian Schwarz sagt denn auch im untenstehenden Interview: „Wir sind der Favorit.”
Hinweis: Am Sonntag wird in Stuttgart nach dem Frauen-Achtelfinalspiel (Allianz Volley Stuttgart – SC Potsdam, www.allianz-volley-stuttgart.de) das Viertelfinale ausgelost.
Sebastian Schwarz (Generali Haching): „Wir sind als Titelverteidiger Favorit gegen die Netzhoppers”
Herr Schwarz, was fällt Ihnen zu dem Stichwort „8. März 2009” ein?
Pokalsieger. Der erste Titel für Generali Haching. Wir hatten uns fest vorgenommen, diesen Titel zu gewinnen und hatten viel Arbeit und Schweiß investiert. Deshalb war der Pokalsieg die erträumte Belohnung.
Im Finale gab es ein 3:1 gegen den Moerser SC. Ist das Spiel noch präsent?
Das Endspiel selber gegen Moers war nicht so toll, das habe ich nicht in bester Erinnerung, weil es ja auch nicht übermäßig spannend war. Aber das Event an sich und das ganze Drumherum sind hängen geblieben. Das war schon einmalig. Wir konnten ja in Halle/Westfalen weiterfeiern, da wir mittwochs noch in der Bundesliga bei evivo Düren spielen mussten und deshalb vor Ort geblieben sind.
Haching hat am letzten Wochenende sein Bundesliga-Heimspiel gegen Düren in fünf Sätzen verloren. Wie kam das zustande?
Wenn man es nur schafft, zwei Sätze lang gut zu spielen, aber nicht drei, dann verliert man eben so ein Spiel. Wir haben zwischendurch völlig den Faden verloren, aber gegen eine Mannschaft, die auch einfach gut ist.
Wo steht Ihr Team leistungsmäßig nach acht Ligarunden?
Längst noch nicht auf dem Niveau, wo wir am Ende der letzten Saison als Mannschaft waren. Viele waren den Sommer über mit dem Nationalteam unterwegs und haben neue Erfahrungen gesammelt. Daher haben wir das Potenzial, noch viel besser zu werden.
Gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen haben Sie gute Erinnerungen. Im letzten Jahr im Play-off-Halbfinale aufgeschaltet, in dieser Saison schon das Heimspiel mit 3:2 gewonnen. Haching ist am Sonntag Favorit, oder?
Ich denke schon. Die Netzhoppers sind zwar eine unangenehme Mannschaft, die wenig Fehler macht und wir müssen aufpassen. Aber wir spielen zuhause und wollen in die nächste Runde einziehen.
Wen würden Sie sich im Falle des Weiterkommens für das Viertelfinale im Pokal als Gegner wünschen?
Einen Lieblingsgegner habe ich nicht. Schön wäre für uns ein Heimspiel. Wer den Pokal gewinnen will, muss es aber ohnehin nehmen, wie es kommt.
(DVL)