DVV-Männer: Vorentscheidung wird angestrebt

DVV-Männer: Vorentscheidung wird angestrebt Marcus Böhme zieht durch. Das wollen die DVV-Männer bei der WM-Qualifikation in Poprad auch gegen Weißrussland tun, um sich vorzeitig für die dritte Runde zu qualifizieren.

Am zweiten Tag der WM-Qualifikation in Poprad/Slowakei könnte bereits die Entscheidung über das Weiterkommen der beiden Teams fallen. Gewinnen Deutschland (gegen Weißrussland um 16.30 Uhr) und die Slowakei (gegen Kroatien um 19.00 Uhr) ihre Partien am 30. Mai, sind beide Mannschaften für die dritte und finale Qualifikationsrunde (14.-16. August) qualifiziert.

Doch davor steht noch eine Menge Arbeit für die DVV-Männer an. Die Weißrussen zeigten in ihrer ersten Turnierpartie eine starke Leistung und unterlagen Gastgeber Slowakei erst nach harter Gegenwehr in fünf Sätzen. Das Angriffsspiel der Weißrussen wird von den Außenangreifern bestimmt, Kapitän Aleh Akhrem, Außenangreifer Aliasandr Elistratov und Diagonalspieler Siarhei Akulich (Linkshänder) tragen die Hauptlast. Sie in den Griff zu bekommen, wird Hauptaufgabe der deutschen Block- und Feldabwehr sein. Bundestrainer Raúl Lozano sagt: „Der Diagonalspieler bekommt eher schnelle Bälle, die Außenangreifer eher etwas höhere. Zudem besitzen sie mit Schnellangreifer Anatoli Klysheuski einen sehr guten Mann in der Mitte.“ Akhrem, in Thessaloniki Mitspieler von Simon Tischer, ist der Star des Teams. Simon Tischer: „Er ist ein guter Spieler, der vor allem im Angriff seine Stärken hat und schnelle Bälle schlagen kann. Zudem ein richtig angenehmer Mensch.“ Für ca. zwei Stunden dürfte an diesem Tag die Kameradschaft jedoch ruhen…

Zur Ruhe kam in der letzten Nacht auf keinen Fall DVV-Scout Nicola Vettori. Der Italiener arbeitete bis 4.00 Uhr in der Frühe, um seinem Chef, Bundestrainer Raúl Lozano, die Weißrussen bis ins kleinste Detail aufzubereiten. Wer nimmt bei welchem Aufschlag wie an, wer greift nach welchem Pass wie an, wie ist das Aufschlagverhalten. Fragen über Fragen, die in eine Strategie münden. Lozano hatte sich die Partie der Weißrussen mit Co-Trainer Juan Manuel Serramalera in der Halle angesehen, die Spieler verfolgten das Match im Hotel. Das Spiel wurde live im slowakischen Fernsehen übertragen.

Theoretisch wurde die Strategie in einer Video- und Teamsitzung nach der morgendlichen Balleinheit vorgestellt, ob sie in der Praxis umgesetzt wird und erfolgreich ist, wird sich am späten Nachmittag zeigen. Lozano ist optimistisch: „Wenn wir auf unserem höchsten Niveau spielen, dann ist der Sieg in unserer Hand. Allerdings müssen wir noch besser spielen als gegen Kroatien, weil Weißrussland wesentlich besser ist als Kroatien. Weißrussland ist ein besser strukturiertes Team und sowohl als Mannschaft als auch individuell stärker.“ Bezüglich der Taktik ließ sich Lozano entlocken: „Wir müssen versuchen, mit taktischen Aufschlägen so zu agieren, dass wir ihr Spiel lesen können. Nehmen sie gut an, spielen sie über die Mitte oder über den Diagonalen, bei schwächerer Annahme eher über die Außenangreifer.“

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