DVV-Männer: Training, Pressekonferenz und 12-er Kader
Am Tag vor dem Beginn der WM-Qualifikation in Poprad/Slowakei lernten die DVV-Männer die Wettkampfhalle ARENA Poprad kennen. Zweimal bat Bundestrainer Raúl Lozano zum Training, das erste Mal von 10.00 bis 11.00 Uhr eher lockerer, am Nachmittag von 16.30 Uhr an in 90 Minuten etwas intensiver. Die deutschen Spieler kamen mit den Bedingungen gut zu Recht, Sebastian Schwarz meinte: „Die Halle ist gut. An die Lichtverhältnisse muss man sich zwar erst etwas gewöhnen, der Boden gefällt mir, da kann man gut springen.“
Die ARENA Poprad wurde erst vor maximal vier Jahren gebaut und bietet 2.800 Zuschauern Platz. Die Slowaken werden definitiv einen Heimvorteil haben, schließlich spielten sie bereits die EM-Qualifikation in dieser Halle. Damals unterstützten bis zu 2.000 Zuschauer das slowakische Team.
Um 14.00 Uhr stellten sich die vier Cheftrainer Raúl Lozano (Deutschland), Emanuel Zannini (Slowakei), Dragan Bozic (Kroatien) und Aliasander Sinhayevki (Weißrussland) auf der obligatorischen Vorab-Pressekonferenz den Medien. Einhelliger Tenor: „Wir geben unser Bestes und versuchen am Ende unter den beiden besten Teams zu stehen.“ Dennoch gab es auch einige interessante Details: Die Kroaten hatten im Vorfeld viele Probleme, tauschten den Trainer aus und sind in Poprad ohne ihre besten Spieler da. „Wir habe keine großen Erwartungen“, sagte der Trainer von Deutschlands Auftaktgegner. Die Slowaken hatten in ihrer Vorbereitung Partien gegen Italien und Australien absolviert und müssen bei der WM-Qualifikation auf Mittelblocker Tomas Kmet verzichten. Die Spieler Ogurcak und Sopko seien angeschlagen, könnten aber spielen, so Chef-Trainer Zannini, der Deutschland als Turnierfavoriten sieht. Weißrussland hatte in der Vorbereitung ein Turnier mit der Ukraine, Estland und Lettland ausgetragen – der zweite Platz kam heraus.
Die Kader
Kroatien: Die Kroaten müssen u.a. auf Superstar Igor Omrcen (Macerata/ITA), Toni Kovacevic (Latina/ITA) und Tomislav Coscovic (Istanbul/TUR) verzichten. Zudem haben sie mit Dragan Bozic einen neuen Trainer. Bekanntester Spieler (aus deutscher Sicht) im 12-er Kader ist Zuspieler Jure Kvesic (VC Leipzig).
Der 12-Kader: Andjelko Cuk (Blug Fangs/KOR), Vadim Evtoukhovitch (Haute Marne/FRA), Josip Fehir (Mursa), Danijel Galic, Ivan Raic, Matija Sabljak, Tsimafei Zhukouski (alle Mladost), Jure Kvesic (VC Leipzig), Boris Osmokrovic, Sime Vulin (beide Zagreb), Tihomir Polgar (Halen/BEL), Dragan Puljic (Cambrai Volley/FRA)
Weißrussland: Weißrussland ist mit einem Großteil des Kaders in Poprad, der auch 2008 in der European League viermal der deutschen Mannschaft gegenüber stand. Damals hatte die DVV-Auswahl die Vergleiche mit 3:1-Siegen für sich entschieden. In Poprad ist nun aber Weißrusslands Super-Star Aleh Akhrem (bei Thessaloniki/GRE Mitspieler von Simon Tischer) dabei.
Der 12-Kader: Ihar Petrachenka, Siarhei Antanovich, Dzmitry Zhehzdryn, Aliaksandr Elistratov, Artsiom Haramykin, Dzmitry Liharad (alle Metallurg), Aleh Mikhniuk, Siarhei Akulich, Siarhei Kitun, Pavel Audochanka (alle Stroitel), Aleh Akhrem (Thessaloniki/GRE), Anatoli Klysheuski (Zapadny)
Slowakei: Mittelblocker Tomas Kmet und Außenangreifer Robert Hupka (VfB Friedrichshafen) fehlen dem italienische Cheftrainer Emanul Zanini, der dennoch eine sehr starke Tuppe beisammen haben dürfte. Keiner der zwölf Spieler ist in der Heimat aktiv, zwei Polen- (Masny und Sopko) sowie drei Italien-Legionäre (Kohut, Ogurcak und Martin Nemec) versprechen Qualität.
Der 12-Kader: Milan Bencz, Martin Pipa (beide Dob/AUT), Michal Masny (Kedzierzyn/POL), Emanul Kohut (Treviso/ITA), Jozef Piovarci (Opava/CZE), Jakub Joscak (Innsbruck/AUT), Martin Sopko (Bydgoszcz/POL), Frantisek Ogurcak (Bassano/ITA), Martin Nemec (Perugia/ITA), Peter Janusek (Lennik/BEL), Juraj Zatko (Ostrava/CZE), Lukas Divis (VfB Friedrichshafen)
Deutschland: Von den zwölf Olympia-Teilnehmern sind noch sechs Spieler dabei. Dabei muss Raúl Lozano auf den Peking-Mittelblock mit Ralph Bergmann (internationales Karriere-Ende) und Stefan Hübner (verletzt) verzichten. Die Hauptangriffslast dürfte – wie immer – bei Jochen Schöps liegen.
Der 12-Kader: Dirk Westphal, Marcus Böhme (beide SCC Berlin), Thomas Kröger (VfB Friedrichshafen), Max Günthör, Eugen Bakumovski, Patrick Steuerwald, Sebastian Schwarz (alle Generali Haching), Marcus Popp (Verona/ITA), Simon Tischer (Thessaloniki/GRE), Björn Andrae (Athen/GRE), Georg Wiebel (Maaseik/BEL), Jochen Schöps (Odintsovo/RUS)