DVV-Frauen: Lockerer Auftaktsieg gegen die Tschechische Republik

DVV-Frauen: Lockerer Auftaktsieg gegen die Tschechische Republik Maren Brinker und Corina Ssuschke eilen zum Block – mit Erfolg. Nicht nur in dieser Szene waren die deutschen Frauen zur Stelle, insgesamt war das DVV-Team den Tschechinnen in allen Bereichen überlegen.

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Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ist mit einem Sieg in die Testspielserie gegen die Tschechische Republik gestartet. In Freiberg, vor 655 Zuschauern in der ausverkauften ‚Sporthalle Ernst Grube’, schlug das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti die Gäste ‚locker’ mit 3:0 (25-9, 25-23, 25-16).

Startformation Deutschland: Denise Hanke, Sabrina Ross, Maren Brinker, Corina Ssuschke, Heike Beier, Christiane Fürst und Libera Kerstin Tzscherlich

Startformation Tschechische Republik: Katerina Buckovà, Michaela Hasalikovà, Aneta Havlickovà, Tereza Matuzskovà, Lucie Muhlsteinovà, Helena Havelkovà und Libera Marketa Tomanovà

Das deutsche Team muss in dieser Partie auf die verletzten Margareta Kozuch (Bänderdehnung im Fußgelenk) und Anne Matthes (Probleme mit der Bauchmuskulatur) verzichten. Dafür hat Heike Beier ihre Blockade im Nackenbereich überwunden ist im Kader wie auch Libera Kerstin Tzscherlich, die nach ihrer Meniskus-Operation das erste Mal wieder für das DVV-Team spielen kann. Die heutige Erste Sechs des DVV erwischt den besseren Start. Vor allem mit den druckvollen Aufschlägen der deutschen Spielerinnen kommen die Gäste nicht zurecht, dazu produzieren sie im Angriff einige leichte Fehler. Tana Krempaskà, die Trainerin des tschechischen Teams, muss beim Stand von 6-2 für das DVV-Team die erste Auszeit nehmen. Am Spielverlauf ändert sich nach dieser Unterbrechung aber nichts. Die deutschen Damen bleiben im Angriff und Block überlegen und das tschechische Team hat zudem große Probleme in der Annahme. Somit geht das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti mit einem großen Vorsprung in die zweite technische Auszeit (TA) – 16-7. In diesem ‚Tempo’ macht das DVV-Team weiter. Die Tschechinnen sind im ersten Satz überfordert und chancenlos. 10 Asse auf deutscher Seite und lediglich 32% Erfolgsquote im Angriff und in der Annahme der Gäste sprechen Bände. Mit 25-9 geht somit der erste Durchgang an das deutsche Team.

Das deutsche Team nimmt Anfang des zweiten Durchgangs das Tempo etwas zurück, folglich bleiben die Gäste in der Partie. Zur ersten TA führen die Tschechinnen sogar mit 8-6, auch weil die deutschen Frauen einige Angriffe ins Aus setzen. Doch nach den Anweisungen von Coach Guidetti legt das DVV-Team wieder einen Gang zu und macht 5 Punkte in Folge. Auch wenn sich das deutsche Team damit die Führung zurück geholt hat, bleibt der Satz weiter eng. Zur zweiten TA führen die DVV-Frauen ‚nur’ mit 16-14. Wenig später kann das tschechische Team sogar den Ausgleich herstellen, 20-20. Doch dann bringt Guidetti Sabrina Ross wieder ins Spiel, die zuvor eine kurze Pause bekommen hatte, und die Stuttgarterin macht zwei wichtige Punkte in Folge. Dieser kleine Vorsprung reicht zum Satzgewinn. Den zweiten Satzball verwandelt dann Maren Brinker für das DVV-Team. Ihr Angriffsball springt gegen die Netzkante und tropft von da ins tschechische Feld. Der ‚enge’ Satz geht mit 25-23 an die deutschen Frauen. Vor allem aufgrund der Steigerung in der Annahme der Gäste und dem nicht mehr so effektiven Angriffsspiel des deutschen Teams war dieser Durchgang viel ausgeglichener.

Im dritten Durchgang präsentiert sich das deutsche Team von Anfang an wieder konzentrierter und stärker. Mit viel mehr Druck im Aufschlag übernehmen die deutschen Frauen wieder die volle Kontrolle. Und sofort verschwindet die Stabilität in der Annahme der Gäste. Unter den schlechte Annahmen und den daraus schwierige Zuspielen ‚leiden’ folglich viele Angriffe auf tschechischer Seite, so dass Coach Krempaskà früh eine Auszeit nehmen muss. Bei der 14-9 Führung für das deutsche Team kommen Weiß für Hanke im Zuspiel und Schaus für Ross auf der Diagonalposition. Die beiden ‚Neuen’ fügen sich nahtlos ins deutsche Spiel ein, das deutsche Team steuert einem insgesamt ungefährdeten Sieg entgegen, auch weil es in der Abstimmung der Gäste gar nicht mehr stimmt. Ein um das andere mal landet ein ‚ungefährlicher’ Ball im tschechischen Feld, während die Spielerinnen der Gäste nur passiv daneben stehen. Ungefährdet beenden die deutschen Frauen eine über lange Zeit sehr eindeutige Partie. 25-16 geht der dritte Satz und damit das Match an das deutsche Nationalteam, das in dieser Partie den Gästen in allen Bereichen überlegen war. Allein mit dem Aufschlag und dem Block machten die deutschen Frauen 22 Punkte mehr als die tschechischen Spielerinnen. Während Bundestrainer Guidetti mit der Leistung seines Teams zufrieden sein kann, haben die Gäste in den nächsten beiden Spielen gegen das deutsche Team noch viele Möglichkeiten sich zu steigern – morgen um 18 Uhr in Görlitz und am Sonntag um 15 Uhr in Dippoldiswalde.

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Foto Rene Jungnickel: Oft hatten die deutschen Frauen Grund zum jubeln – im ersten Spiel siegte das Team gegen die Tschechische Republik ‚locker’ mit 3:0.

„Spielfilm“
1. Satz: 4-2 (Block von Ssuschke), 8-3 (Ross schlägt den Block an), 14-6 (Beier mit Block), 19-8 (Fürst erfolgreich), 25-9 (Fürst mit Aufschlag-Winner zum Satzgewinn)

2. Satz: 4-2 (Fürst mit einem Kracher), 5-6 (Beier ins Aus), 12-9 (Ssuschke durch den Block), 16-14 (Beier legt den Ball am Block vorbei), 18-16 (Zweimal Brinker mit dem Punktgewinn), 23-21 (Ross schlägt den Block an), 25-23 (Brinker unter Mithilfe der Netzkante erfolgreich)

3. Satz: 3-3 (Ross mit dem Punktgewinn), 8-6 (Beier durch den Block), 11-8 (Brinker durch den Block), 16-9 (Buckovà in Aus), 19-12 (Beier schlägt den Block an), 23-16 (Fürst überwindet den tschechischen Block), 25-16 (Havelkovà schlägt den Ball ins Netz)


Stimmen zum Spiel

Bundestrainer Giovanni Guidetti: „Wir haben das Match kontrolliert, vor allem aufgrund unserer guten Aufschläge. Als wir im zweiten Satz dann zwei kritische Phasen hatten hat das Team eine sehr gute Reaktion gezeigt, somit bin ich insgesamt sehr zufrieden. Wir haben als Team gut agiert, aber ich möchte trotzdem Kerstin Tzscherlich und Sabrina Ross loben, die beide eine sehr gute Leistung gezeigt haben. Es gibt immer einige Kleinigkeiten zu verbessern, das ist heute auch noch klar geworden, aber insgesamt sind wir auf einem guten Weg.“

Tana Krempaskà (Trainer CZE): „Nach der letzten WM-Qualifikationsrunde war dies das erste Spiel des Teams. Wir sind seit zwei Wochen erst im Training und haben viele Krafteinheiten hinter uns. Deswegen waren unsere Spielerinnen heute sehr müde. Aber man muss auch klar sagen, dass die deutschen Spielerinnen in vielen Bereichen heute stärker waren. Wir müssen uns in den nächsten zwei Spielen deutlich steigern – vor allem im Aufschlag. Dann erwarte ich auch engere Ergebnisse.“

Denise Hanke: „Den ersten Satz haben die Tschechinnen echt verschlafen, was ja mal vorkommen kann. Danach haben sie sich gesteigert, aber wir konnten immer dagegen halten. Vor allem mit unserem druckvollen Aufschlag haben wir viele Punkte erzielen können und damit können wir sehr zufrieden sein. Jetzt werden wir noch an der Präzision noch Kleinigkeiten arbeiten und um uns noch weiter zu steigern.“

Corina Ssuschke: „Heute war ein ganz besonderes Spiel für mich. Meine Familie und Freunde waren heute hier – insgesamt mehr als 30 Personen. Und dann haben wir heute auch noch eine gute Leistung gezeigt, insgesamt hat so alles gepasst. Sowohl mit meiner persönlichen Leistung als auch vom gesamten Team bin ich heute sehr zufrieden. Wir waren sehr konzentriert und haben in vielen Bereichen schon echt gut agiert. Wenn wir jetzt noch etwas an unserer Abstimmung feilen, dann sind wir auf einem sehr guten Weg.“

Statistik
GER: Aufschlag (11 Fehler und 16 direkte Punkte), Block (10 Punkte), Angriffsquote (40 %)
CZE: Aufschlag (7 Fehler und 3 direkte Punkte), Block (1 Punkt), Angriffsquote ( 32%)

Der deutsche Kader gegen die Tschechische Republik in Freiberg: Denise Hanke (Schweriner SC), Kerstin Tzscherlich (beide Dresdner SC), Lisa Thomsen (USC Münster), Sabrina Ross (Allianz Volley Stuttgart), Nadja Schaus, Maren Brinker (beide TSV Bayer 04 Leverkusen), Kathy Radzuweit (VT Aurubis Hamburg), Corina Ssuschke (Cesena/ITA), Heike Beier (Piacenza/ITA), Kathleen Weiß (Amstelveen/NED), Christiane Fürst (Bergamo/ITA)