Bundesliga (M): Haching landet den ersten Sieg der Finalserie

Bundesliga (M): Haching landet den ersten Sieg der Finalserie Die Kombination Patrick Steuerwald (vorne) und Max Günthör klappte dieses Mal gut - Haching verkürzt auf 1:2 nach Spielen.

Der Pokalsieger hat die Meisterschaftsentscheidung wieder spannend gemacht. Im dritten Spiel der Play-off-Finalserie, die nach dem Modus best of five entschieden wird, hat Generali Haching seinen ersten Erfolg verbuchen können. In eigener Halle bejubelten die Münchner gegen den VfB Friedrichshafen ein 3:0 (28:26, 25:22, 25:19). Die ersten beiden Duelle hatte der Titelverteidiger jeweils mit 3:0 gewonnen, eins in Haching, eins in Friedrichshafen. Nun geht es weiter in der Serie mit dem vierten Finalspiel am Donnerstag, 7. Mai, ab 20.15 Uhr. Sollte es danach immer noch keine Entscheidung geben, würde am Sonntag, 10. Mai, ab 15 Uhr in Haching das letzte Spiel um die Meisterschaft stattfinden. Beide Partien werden live auf sportdigital.tv und www.dvl.tv übertragen.

Vielleicht wäre es gar nicht so weit gekommen, hätte Friedrichshafen am Sonntag im ersten Satz einen seiner zwei Satzbälle in Durchgang Nummer eins bei 24:22 genutzt. Doch die Hausherren blieben dran, glichen aus, und mit dem Verwandeln des dritten Satzballes hatten sie endlich den ersten Satzgewinn in der Endspielserie unter Dach und Fach gebracht. Friedrichshafen musste ohne den Brasilianer Idi spielen, der wegen einer roten Karte im zweiten Spiel für das dritte Duell gesperrt war. Am Donnerstag darf er dann wieder mitwirken. „Idi hat uns heute sehr gefehlt”, sagte VfB-Angreifer Georg Grozer.

Mit dem Gewinn des ersten Satzes löste sich die Hachinger Nervosität und in den Folgeabschnitten hatten sie die Partie gut unter Kontrolle. „Wir haben uns heute reingekämpft”, sagte der Hachinger Sebastian Schwarz, „und wir hatten endlich mal Grozer und Sung-Min Moon im Block besser im Griff.”

Generali Haching hat in dieser Saison mit dem Gewinn des Pokals am 8. März seinen ersten Titel der Vereinsgeschichte gewonnen. In der Meisterschaft stehen zwei dritte Plätze als beste Resultate in der Bilanz. Friedrichshafen hat bereits neun Mal den Meistertitel gewonnen, seit 2005 sogar ununterbrochen. In den Jahren 2005 (gegen evivo Düren), 2007 (gegen Düren) und 2008 (gegen den SCC Berlin) waren die Finals immer nach drei Spielen beendet. 2005 konnte Düren dem VfB nur einen Satz abnehmen, 2006 trotzte Düren dem VfB stolze fünf Spiele ab, ehe die Titelvergabe entschieden war. 2007 marschierte Friedrichshafen ohne Satzverlust zum Titelgewinn. Im vergangenen Jahr standen nur zwei Satzverluste gegen Berlin zu Buche.

Haching geht allerdings mit einer schweren Hypothek in das vierte Duell am Bodensee. In fünfzehn Spielen beim VfB Friedrichshafen hat das Team von Trainer Mihai Paduretu noch nie gewinnen können.

(DVL)