Bundesliga (F): Volles Programm zum Saisonstart der Frauen
Vierzehn Tage nach den Männern eröffnen auch die Frauen ihre Erstligasaison. 14 Teams treten vom 17. Oktober bis zum 8. Mai an, um einen Meister und einen Absteiger zu ermitteln. Den Auftakt macht am Samstag das Duell zwischen Alemannia Aachen und dem VfB Suhl (Spielbeginn 19 Uhr). Es folgen vier weitere Spiele am Wochenende sowie eines am Dienstag. Allianz Volley Stuttgart trifft auf den 1. VC Wiesbaden (Samstag, 19.30 Uhr), USC Münster gegen die Roten Raben Vilsbiburg (Sonntag, 14.30 Uhr), VT Aurubis Hamburg gegen Allgäu Team Sonthofen (Sonntag 15 Uhr), SC Potsdam gegen den SV Sinsheim (Sonntag, 16 Uhr). Den Abschluss bildet die Partie zwischen dem Aufsteiger SV Lohhof und dem Dresdner SC, die erst am Dienstag (ab 20 Uhr) ausgetragen wird. Grund dafür sind die internationalen Verpflichtungen der Dresdner, die am Samstag (17.30 Uhr) in der Margon-Arena in der 1. Runde des Challenge Cups gefordert sind. Gegner des DSC ist das Team von Lukar Bar aus Montenegro. Das Rückspiel findet eine Woche später statt. DSC-Trainer Alexander Waibl misst dem Duell im Europapokal natürlich eine besondere Bedeutung bei: „Dieser Auftakt kommt uns gelegen, weil das erste Spiel immer von Nervosität geprägt ist und wir uns so ganz gut an den Pflichtspielalltag gewöhnen können”, sagte er in einem Interview. Meisterschaftsfavorit ist für Waibl indes „ganz klar der Schweriner SC”. Gleiches sagt auch Klaus-Peter Jung-Kronseder, Manager des Pokalsiegers und Vizemeisters 2009, den Roten Raben Vilsbiburg. Jung-Kronseder ist auch Vorstandsmitglied der Deutschen Volleyball-Liga und Sprecher der 1. Liga Frauen.
Herr Jung-Kronseder, es ist im Vorfeld der Saison viel die Rede von der Juniorinnen-Nationalmannschaft, die in diesem Jahr Weltmeister geworden ist und deren beste Kräfte nun in der Liga für frischen Wind sorgen sollen. Können die Talente diesem Ruf schon gerecht werden?
Frischen Wind bringen sie auf jeden Fall. Dieser Jahrgang 1990/91 ist ein sehr hochkarätiger und die Spielerinnen werden über kurz oder lang auch in der Nationalmannschaft der Frauen für Erfolge sorgen. Aber es braucht natürlich noch Zeit.
Ist der Erfolg bei der WM auch ein Verdienst der DVL? Immerhin sind die Juniorinnen als VC Olympia Berlin in der Bundesliga vertreten gewesen und haben sich dort Wettkampfhärte erarbeitet.
Vom Grundsatz her ist das richtig. Die Deutsche Volleyball-Liga und der Deutsche Volleyball-Verband haben einen langen und harten Weg perfekt gemeistert. Der Schulterschluss hat sich als richtig erwiesen und wir sollten diesen Weg auch weiter gemeinsam gehen. Das Modell, das Nachwuchsteam des Verbandes außer Konkurrenz in der Liga mitspielen zu lassen, ist in Deutschland einzigartig. Für die Vereine war es auch
immer ein Wagnis, gegen dieses Team spielen zu müssen, denn die gewonnenen oder verlorenen Punkte haben ja gezählt.
Vilsbiburg hat sich mit Lena Möllers und Sara Petrausch zwei der Besten aus dem WM-Team geangelt. Mit Lenka Dürr als Libero war eine Dritte schon vorher bei den Roten Raben unter Vertrag.
Wir investieren in die Zukunft, auch wenn wir wissen, dass wir damit eine Verantwortung übernehmen. Denn die Juniorinnen sollen ja weiter ausgebildet werden. Wir haben aber mit Lenka Dürr bewiesen, die seit drei Jahren bei uns spielt, dass wir das können.
Was ist vom Pokalsieger 2009 zu erwarten?
Unser Saisonziel ist Platz eins bis vier und eine erfolgreiche Teilnahme am DVV-Pokal und Europapokal. Aber noch fehlt es den vielen jungen Spielerinnen an Erfahrung. Eine schlagkräftige Unterstützung für den Annahmebereich und Außenangriff wird noch gesucht.
Wer holt den Meistertitel?
Schwerin, ganz klar. Die werden zwar jetzt von allen gejagt, aber sie haben den Titel im letzten Jahr verdient gewonnen und wissen daher, wie das geht.
Ihr erstes Punktspiel findet am Sonntag beim USC Münster statt. Wer gewinnt?
Münster hat auf seinem Oktoberfest angekündigt, uns aus der Halle fegen zu wollen. Das wird garantiert kein leichtes Spiel, aber das gilt für beide Teams. Lassen wir uns mal überraschen.
(DVL)