smart Grand Slam Berlin (M): Brink/Dieckmann im Halbfinale – Klemperer/Koreng und Reckermann/Urbatzka jeweils Fünfte
Julius Brink/Christoph Dieckmann haben wie im Vorjahr das Halbfinale beim smart Grand Slam in Berlin erreicht: Die deutsche Nummer eins besiegte – analog zum Vorjahr – im Viertelfinale die Chinesen Xu/Wu 2: (21-19, 21-18) und trifft im Halbfinale am 15. Juni auf den Sieger der Begegnung Emanuel/Ricardo (BRA) – Boersma/Ronnes (NED). Dagegen verfehlten David Klemperer/Eric Koreng und Jonas Reckermann/Misch Urbatzka das Halbfinale jeweils, sie unterlagen in ihren Viertelfinalspielen Herrera/Mesa (ESP) 0:2 (16-21, 16-21) bzw. Rogers/Dalhausser (USA) 1:2 (21-12, 18-21, 10-15). Für den hervorragenden fünften Platz erhielten sie jeweils 480 Weltranglistenpunkte und 13.200 US Dollar. Klemperer/Koreng stockten ihr Olympia-Qualifikationspunkte um 240 Zähler auf 3.760 Punkte auf, Reckermann/Urbatzka konnten 180 Zähler gut machen und liegen nun bei 3.270 Punkten.
Im ersten Satz waren es zunächst die Chinesen, die Akzente setzen konnten: Xu servierte ein Ass (2-4), Dieckmann wurde ein Zuspiel abgepfiffen. Als der 2,00 Meter große Xu abermals von der Grundlinie punktete, stand es 6-10. Dann fand das deutsche Duo besser in die Partie, auch Brink servierte ein Ass (8-10) und nach erfolgreichen Block- und Abwehraktionen des DVV-Duos wurde beim 14-13 erstmals die Führung erkämpft. Brink erhöhte auf 16-14, dann missriet Dieckmann eine Annahme – Ausgleich (18-18). Ein Fehlaufschlag von Xu bedeutete Satzball Deutschland (20-19). Nach kurzer Lagebesprechung drosch Brink auf den Aufschlag und Dieckmann brauchte nur noch den über das Netz fliegenden Ball versenken.
Der Beginn des zweiten Satzes war identisch mit dem Start des Spiels. Xu servierte ein Ass und brachte sein Team in Führung (2-4), ehe Brink/Dieckmann eine starke Serie hinlegten. Druckvolle Aufschläge von Brink sowie dessen starke Abwehrleistung machten aus dem Rückstand ein 8-5. Die Chinesen verkürzten durch Wu auf 8-7, ehe Brink erneut den Aufschlag-Hammer auspackte und die Drei-Punkte-Führung wieder herstellte (11-8). Abermals Xu per Aufschlag, zudem ein Zuspielfehler von Brink machten daraus ein 11-11, ehe Dieckmann klassisch „Serve and Volley“ spielte: Sein Aufschlag konnte nur über die Netzkante gebracht werden, wo der Blockspieler bereits wartete und versenkte (13-11). Nachdem zwischenzeitlich wieder Ausgleich war (Xu hatte Brink geblockt), holte Dieckmann per Block gegen Wu die Führung zurück (16-14). Der überragende Aufschläger Xu schlug wiederholt ein Ass (17-17), ehe ihm und seinem Partner zwei Angriffsfehler unterliefen (17-20). Den ersten Matchball wehrte Wu noch per Cut ab, den zweiten versenkte der im Angriff überragende Dieckmann per Diagonalangriff.
Christoph Dieckmann sagte: „Wir wussten vorher, dass sie ein sehr gutes Teams sind. Sie sind die aktuelle Nummer drei in der Welt, und so haben sie auch gespielt. Der Aufschlag war sehr wichtig, so haben wir sie immer gut unter Druck gesetzt. Und da unser Sideout sehr stabil war, konnten wir den Vorsprung, den wir uns erarbeitet hatten, halten.“ Angesprochen auf die möglichen Halbfinalgegner sagte Julius Brink: „Gegen Emanuel/Ricardo haben wir in diesem Jahr eine 3:0-Bilanz, gegen die Niederländer haben wir in diesem Jahr noch nicht gespielt. Sie haben uns letztes Jahr bei der EM geschlagen.“
Alle ausführlichen Spielbericht unter: www.berlingrandslam.com