Olympische Spiele Peking (Halle): Stelian Moculescu: „Wir haben die Qualität, die Serben zu schlagen“

Olympische Spiele Peking (Halle): Stelian Moculescu: „Wir haben die Qualität, die Serben zu schlagen“ Russlands Kuleshov (links) und Brasiliens Heller im Netzduell. Am Ende siegte Russland gegen Brasilien in vier Sätzen.

Die DVV-Männer haben es selbst in der Hand, bei den Olympischen Spielen in Peking das Viertelfinale zu erreichen. Das verdanken sie zum einen natürlich dem eigenen 3:0-Erfolg über Ägypten, zum anderen aber auch dem 3:1-Sieg (31-29, 22-25, 25-22, 25-21) Polens gegen Serbien. Somit muss die deutsche Mannschaft im Vergleich mit Serbien (16. August um 12.30 Uhr Ortszeit, 6.30 Uhr deutsche Zeit) „nur“ noch gewinnen – dann wäre das Viertelfinale vor dem letzten Gruppenspiel gegen Titelverteidiger Brasilien (18. August um 12.00 Uhr Ortszeit, 6.00 Uhr deutsche Zeit) vorzeitig erreicht.

Bundestrainer Stelian Moculescu äußerte sich beim Besuch im ZDF-Studio in Peking optimistisch: „Wir haben die Qualität, die Serben zu schlagen. Dann hätten wir unsere Norm erfüllt.“ In der Tat scheint das nicht unmöglich zu sein, denn die beiden letzten Vergleiche konnten die DVV-Männer jeweils für sich entscheiden: 2007 bei der EM-Endrunde in St. Petersburg gelang ein 3:1-Sieg, wenige Monate später bei der europäischen Olympia-Qualifikation in Ankara ein 3:2.

Auch Mittelblocker Stefan Hübner äußert sich zuversichtlich, „da uns die Serben von der Spielanlage ganz gut liegen.“ Moculescu befand die Partie gegen Russland – trotz der Niederlage – als wichtigen Schritt: „Es war wichtig, dass wir gegen die Russen wieder auf den Weg gefunden haben, nachdem wir gegen Polen schwächer gespielt hatten. Das kann aber passieren und ist mir auch 1972 mit Rumänien in München passiert, als wir im Auftaktspiel fürchterlich Prügel bezogen hatten.“

Nicht unbedingt Prügel, aber eine Niederlage, kassierte Brasilien in seinem dritten Gruppenspiel: Gegen Vize-Europameister Russland mussten sich die „Kanarienvögel“ 1:3 (25-22 24-26 29-31 19-25) geschlagen geben. Nach dem vierten Platz im Weltliga vor eigenem Publikum ein weiterer Dämpfer für das dominierende Team der vergangenen Jahre.