Olympische Spiele Peking (Halle): Frank Dehne: „Wir müssen im Aufschlag Druck machen“
Den ersten olympischen Auftritt nach 36 Jahren Abstinenz hätten sich die DVV-Männer sicherlich anders vorgestellt, doch viel Zeit zum Jammern bleibt nach dem 0:3 gegen Vize-Weltmeister Polen nicht. Am 12. August (10.00 Uhr Ortszeit, 4.00 Uhr deutsche Zeit, 6.20 Uhr Zusammenfassung auf EinsFestival) wartet mit Vize-Europameister Russland bereits der nächste „Brocken“ auf der anderen Netzseite. Zuspieler Frank Dehne stand für ein Kurz-Interview zur Verfügung.
Was war es für ein Gefühl, nach 36 Jahren Abwesenheit wieder zum Kreis der erlauchten Olympia-Teilnehmer dazu zu gehören?
Dehne: „Die extremsten Emotionen kamen bei der Eröffnungsfeier hoch, durch die WM 2006 waren wir auf ein so hochkarätiges Turnier sportlich vorbereitet.“
Was waren die Gründe für die Niederlage gegen Polen?
Dehne: „Polen ist sehr gut gestartet, wir waren schon etwas nervös, obwohl wir zu Beginn gut mitgehalten haben. Das Ergebnis sagt zwar etwas anderes aus, aber so schlecht habe ich das Spiel nicht gesehen.“
Hat die Mannschaft sich zu sehr unter Druck gesetzt oder war sie nicht aggressiv genug?
Dehne: „Die Aggressivität beispielsweise von Düsseldorf beruhte auf die engen Spielverläufe und Big-Point-Situationen damals. Wir müssen einfach die Geduld bewahren und auf unsere Chancen warten.“
Jetzt geht es gegen Russland, die zu Beginn Serbien 3:1 geschlagen haben. Welchen Eindruck haben die Russen gemacht?
Dehne: „Das ist eine sehr dynamische Mannschaft und sehr ausgeglichen mit einem druckvollen Aufschlag. Gegen Serbien spielte die Mannschaft sehr gut und packte auch im Block zu. Das heißt, wir müssen selbst im Aufschlag Druck machen und Risiko gehen, um deren Angriffsaufbau zu erschweren.“
Das Spiel ist um 10.00 Uhr Ortszeit (4.00 Uhr deutsche Zeit). Ist die ungewohnte Spielzeit ein Problem?
Dehne: „Wir haben schon in Heidelberg versucht, uns darauf einzustellen. Wir sind früh aufgestanden und haben Aktivierung betrieben.“