Olympische Spiele Peking (Halle): Brasiliens Superstar Giba mit Aha-Erlebnis
Vor vier Jahren gewann er die olympische Goldmedaille und wurde zeitgleich Vater, nun könnte ihm gleiches glückliches Schicksal blühen: Giba, weltbester Volleyballer, peilt mit Titelverteidiger Brasilien den erneuten Olympiasieg an und wird abermals Vater.
Allerdings bekamen die Brasilianer kurz vor den Spielen einen Schlag vor den Bug. Erstmals seit 2002, als sie das Weltliga-Finale gegen Russland verloren, gewannen die Brasilianer nicht ein wichtiges Turnier. Abermals in der Weltliga, dieses Mal gar vor eigenem Publikum in Rio de Janeiro, musste sich die „Übermannschaft“ der vergangenen Jahre mit Platz vier begnügen. Giba meint zum Ende der Siegesserie, die im Olympia-Gold in Athen gipfelte und u.a. die WM-Titel 2002 und 2006 beinhaltete: „Innerhalb dieser vielen Jahre ist der Verlust der Weltliga ein kleiner Schönheitsfehler. Das ist normal, wir sind trotzdem selbstbewusst.“
Neben dem sportlichen hat der Mitspieler von Jochen Schöps in Odintsovo (Russland) ein weiteres Highlight vor Augen. Seine Frau Cristina Pirv (ehemalige rumänische Nationalspielerin) ist schwanger und erwartet einen Sohn. Wie vor vier Jahren, als Tochter Nicoll geboren wurde und Giba in Tränen ausbrach, als er seine Tochter das erste Mal auf Fotos im Internet sah. Giba: „Ich hoffe, Patrick, so wird mein Sohn heißen, noch etwas auf sich warten lässt, denn ich will der Erste sein, der ihm einen Kuss gibt.“ Verständlich, dass das Geburtsgeschenk schon feststeht – eine Goldmedaille. Giba witzelt: „Ich will doch keine Eifersucht in meiner Familie!“
Ernster wird Star-Trainer Bernardinho, der sein Team unter großem Druck sieht und in Serbien, Russland, Polen, den USA, Bulgarien und Italien die härtesten Rivalen sieht. „Wir habe hart am Zuspiel und an der Annahme gefeilt, um unseren Angriff schneller zu machen und die stärksten Teams zu schlagen“, so der brasilianische Trainer.
(FIVB)