Olympische Spiele Peking (Beach/M): US-Boys krönen Karriere

Olympische Spiele Peking (Beach/M): US-Boys krönen Karriere Die US-Boys Phil Dalhausser und Todd Rogers eingerahmt von den brasilianischen Beachern Marcio Araujo/Fabio Luiz (links) und Emanuel/Ricardo.

Todd Rodger/Phil Dalhausser (USA) haben ihre bislang schon starke Saison gekrönt: Die US-Boys siegten in einem zwei Sätze lang ausgeglichenen olympischen Finale gegen die Brasilianer Marcio Araujo/Fabio Luiz 2:1 (23-21, 17-21, 15-4) und gewannen nach dem WM-Titel auch die olympische Krone. Es war zugleich der dritte Olympiasieg für ein männliches US-Duo bei den vierten Olympischen Spielen für Beach-Volleyball, zudem nach Gold für Misty May-Treanor/Kerry Walsh der zweite Triumph für die US-Beacher. Auf dem Siegertreppchen wurden die Amerikaner von zwei brasilianischen Duos eingerahmt, da sich Emanuel/Ricardo (BRA) erwartungsgemäß die Bronzemedaille durch ein souveränes 2:0 (21-15, 21-10) über die Turnierüberraschung Geor/Gia (GEO) sicherten.

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Foto FIVB: Phil "the thin beast" Dalhausser war auch im Finale eine Macht am Netz. Hier passiert Fabio Luiz (rechts) den weltbesten Blockspieler.

Die Brasilianer erwischten einen perfekten Start in den ersten Satz: Nach wenigen Aktionen stand es 1-6 aus amerikanischer Sicht, zwei Angriffsfehler sowie ein Block von Fabio Luiz gegen Rogers sorgten für dieses verblüffende Ergebnis. Die US-Boys ließen sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und legten eine ebenso beeindruckende 9-4-Serie hin. Rogers wehrte ab, „das dünne Biest“ am Netz, Dalhausser, blockte, was das Zeug hielt (10-10). Bis zum 21-21 konnte sich kein Team absetzen, dann unterlief dem sonst stark spielenden Fabio Luiz ein leichter Angriffsfehler, der erste Satz ging doch noch an die Favoriten.

Der zweite Satz verlief bis zum 15-16 ausgeglichen, dann blockte der lange Brasilianer den einen Kopf kleineren Rogers, anschließend setzte Dalhausser seinen Angriff ins Netz (15-18). Die Vorentscheidung im zweiten Satz, den Dalhausser per Netzaufschlag beendete.

Der dritte Satz musste die Entscheidung über olympisches Gold bringen – und die Entscheidung fiel früh: Auf 8-1 setzten sich die Weltmeister aus den USA ab, Dalhausser erwies sich als unüberwindbares Hindernis am Netz. Der Rest war nur noch Formsache, den Matchball machte Dalhausser per „Monsterblock“ klar.

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Foto FIVB: Jubel und Emotionen bei Phil Dalhausser (rechts) und Todd Rogers nach dem Matchball.

Im Spiel um Platz drei zeigten die Titelverteidiger Emanuel/Ricardo keine Schwäche und kein Erbarmen für ihre ehemaligen Landsleute, die nun als Geor/Gia für Georgien ans Netz gehen. Nie war der Sieg gefährdet, der Jubel über die Bronzemedaille fiel verhalten aus – Gold war das Ziel gewesen.