Olympische Spiele Peking (Beach): Klemperer/Koreng gewinnen nach Abwehr von drei Matchbällen
David Klemperer/Eric Koreng haben im olympischen Eröffnungsspiel die Nerven ihrer Anhängerschaft aufs äußerte strapaziert, zwei Matchbälle abgewehrt, um am Ende doch noch zu jubeln: Gegen die Norweger Kjemperud/Skarlund siegten Klemperer/Koreng 2:1 (19-21, 22-20, 15-7) und verschafften sich somit vor den weiteren Gruppenspielen gegen Laciga/Schnider (SUI) und Nummerdor/Schuil (NED) eine gute Ausgangsposition. Die Niederländer hatten zuvor locker 2:0 (21-14, 21-15) gegen die Schweizer gesiegt.
Der Sieg gegen den „Lieblingsgegner“ aus Norwegen war mehr als umkämpft. Beim 17-20 im zweiten Satz sah alles nach einer Niederlage aus, als plötzlich der Kampfgeist von Klemperer/Koreng erwachte. Klemperer verteidigte einen Lineshot und versenkte den anschließenden Punktball, die nächsten vier Zähler gingen auch an das deutsche Duo, der Knackpunkt in der Partie.
Die Folge: Im dritten Satz spielte nur noch ein Team, Klemperer/Koreng gingen sofort in Führung, die Norweger (Kjemperud ist immerhin schon 39 Jahre) mussten den äußeren Umständen und dem aus der Hand gegebenen Spiel Tribut zollen.
Der erste Satz hatte eigentlich passabel begonnen, die deutsche Nummer zwei lag stets mit zwei, drei Zählern vorne (16-14), ehe plötzlich die Konsequenz nachließ und Koreng Probleme in der Annahme bekam.
Eric Koreng sagte nachher: „Wir waren sehr nervös, es war schließlich das erste olympische Spiel für uns. Wir haben viele Eigenfehler gemacht. Nach dem ersten Satz haben wir gesagt, jetzt sind wir bei Olympia, und wir wollen das Spiel genießen. Dass wir so ein Comeback schaffen, ist sensationell. Die Stimmung im Stadion ist super.“
David Klemperer fügte hinzu: „Die Spitze ist sehr eng im Beach-Volleyball. Wir haben vielleicht 80 Prozent unseres Leistungsvermögens gezeigt, dass ist einfach zu wenig.
Trainer Gerald Maronde sagte: „Eigentlich haben sie gut gespielt, dann haben es David und Eric nicht geschafft, ihr Niveau zu halten. Das haben die Norweger dann genutzt. Dass wir zu unserer Stärke und Entschlossenheit im richtigen Moment zurück gefunden haben, war natürlich erfreulich und eine geniale Leistung.“