Olympische Spiele Peking (Beach): Brink/Dieckmann wahren „weiße Weste“ der DVV-Duos

Olympische Spiele Peking (Beach): Brink/Dieckmann wahren „weiße Weste“ der DVV-Duos Jaaa! Christoph Dieckmann schreit die Freude über den Auftaktsieg heraus.

Viertes Spiel, vierter Sieg – so kann es weiter gehen. Auch Julius Brink/Christoph Dieckmann haben ihr erstes Gruppenspiel in Peking gewonnen und taten es somit den drei anderen DVV-Duos nach. Gegen die Japaner Asahi/Shiratori siegte die deutsche Nummer eins 2: (21-18, 21-18). Weitere Gegner in der Gruppe sind Gibb/Rosenthal (USA) und Boersma/Ronnes (NED). Die US-Boys siegten im Vergleich mit den Niederländern deutlich 2-0 (21-16, 21-15).

Brink/Dieckmann, ganz in weiß gekleidet und durch den strömenden Regen und Hitze wie Teilnehmer bei einem „wet Shirt Contest“ aussehend, wirkten vom ersten Ball an hoch konzentriert. Blockspieler Dieckmann bekam jeden Aufschlag der Japaner und erledigte seinen Angriff jedoch zunächst kompromisslos. Ein „Monsterblock“ Dieckmanns gegen Asahi, der ebenfalls jeden Aufschlag bekam, sorgte für das 5-3. Nach einem Angriffsfehler sowie einem Blockpunkt der Japaner lag das DVV-Duo erstmals zurück (8-9), zwei gute Abwehraktionen von Brink drehten die Partie jedoch zügig (15-13). Dieckmanns Flatteraufschläge über Shiratori verursachten Probleme beim japanischen Abwehrspezialisten, der deutsche Blockspieler erhöhte per Angriff und Block zum vorentscheidenden 18-14. Dieckmann versenkte schließlich den zweiten Matchball hart die Linie runter.

Der zweite Satz begann ausgeglichen, ein erstes Mini-Break gelang Brink nach starker Abwehr, doch Dieckmann vergab direkt im Anschluss eine sehr gute Punktchance (5-5). Dann fasste Asahi bei einer Aktion ins Netz, kurze Zeit später scheiterte er zweimal in Folge am Block Dieckmanns (12-8). Die Japaner stellten um und servierten erstmals (!) in der Partie auf Brink. Der war von der ganzen Zuspielerei noch gar nicht im Rhythmus, setzte prompt seinen ersten Angriff hinter die Grundlinie, und Dieckmann verstellte einen Ball (12-11). Der „Konter“ kam prompt, Dieckmann hatte zum wiederholten Mal die Lufthoheit und profitierte dabei vom ungenauen Zuspiel Shiratoris (14-11). Der Vorsprung hielt, weil Brink seinen Sideout stabilisierte und Dieckmann beim 17-16 auf allen Vieren kriechend hervorragend sicherte. Brink vergab die die anschließende Punktchance und mussten danach gar den Ausgleich hinnehmen (18-18). Dieckmann sorgte mit einem Sprung-Flatteraufschlag in die Mitte der Japaner für das 20-18, und auch sein zweiter Service mit gleichem Ziel sorgte für Verwirrung bei den Japanern. Mit einem von den vielen deutschen Zuschauern gezählten „eins, zwei, drei“ verwertete Dieckmann den ersten Matchball zum Sieg. Anschließend bedankte sich das DVV-Duo mit gestreckten Armen bei den Fans für die Unterstützung.

Stimme zum Spiel
Andreas Künkler (Trainer): „Es war ein Spiel unter äußerst schwierigen Bedingungen, es war strömender Regen und glich fast einem Monsun. Dennoch war es ein gutes Auftaktmatch, die beiden haben sich gut angestellt, es war eine gute Qualität in der Partie."