Olympia-Qualifikation Düsseldorf (M): Stefan Hübner: „Wir sind heiß auf das Turnier in Düsseldorf“

Olympia-Qualifikation Düsseldorf (M): Stefan Hübner: „Wir sind heiß auf das Turnier in Düsseldorf“ Freuen sich sichtlich auf die Olympia-Qualifikation: Das "Traumpaar" Angelina Grün und Stefan Hübner.

Nachdem Angelina Grün mit den deutschen Volleyball-Frauen im Januar den Sprung nach Peking nicht geschafft hat, ist es an Stefan Hübner die olympische „Familien-Ehre“ zu retten. Hübner strebt mit den deutschen Männern erstmals seit 1972 wieder die Qualifikation für den wichtigsten sportlichen Wettbewerb an - die Chancen standen noch nie so gut. Denn vom 23. bis 25. Mai ist die deutsche Mannschaft im ISS Dome in Düsseldorf Gastgeber von Taiwan, Kuba und Spanien und muss „nur“ noch den Turniersieg erringen, um in Peking dabei zu sein.

Hübner ist optimistisch, dass dieses Vorhaben klappt: „Ich sehe das deutsche National-Team unter den besten acht Mannschaften in der Welt. Jeder Einzelne von uns muss jedoch an diesen drei Turniertagen hier in Düsseldorf eine Top-Leistung bringen, um das große Ziel Olympia zu erreichen. Es liegt nur an uns – ein bisschen Glück schadet aber natürlich nie.“ Und auch Grün sieht gute Chancen für eine Qualifikation ihres Lebensgefährten: „Das ist eine Riesenchance vor eigenem Publikum, und die Männer haben zu Hause stets gut gespielt. Außerdem haben wir durch unser Scheitern den Weg frei gemacht für das Männer-Wunder“, meint sie schmunzelnd. Während Grün in den vergangenen Jahren regelmäßig an Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und Europameisterschaften teilnahm, war die Erfolgs-Bilanz von Hübner überschaubarer. Zum einen, weil die deutschen Männer nicht so erfolgreich waren, zum anderen, weil den Mittelblocker eine wahre „Verletzungs-Seuche“ (Patellasehnenanriss, Bandscheibenvorfall und Ermüdungsbrüche in den Schienbeinen) heimsuchte, die ihn dazu veranlasste, 2005 seine Hallen-Karriere zu beenden. Hübner suchte im Beach-Volleyball eine durch den Untergrund weniger belastende Tätigkeit, merkte aber nach kurzer Zeit, dass ihm das Spiel unter dem Hallendach mehr zusagte.

Zunächst begann er langsam, sich wieder an den härteren Untergrund zu gewöhnen und steigerte kontinuierlich das Pensum. 2006 avancierte er bei der WM zum zweitbesten Blockspieler des Turniers. Überhaupt, der Block ist zweifelsohne die Parade-Disziplin von Stefan Hübner. Kaum einer in der Welt antizipiert die Bälle so gut, kaum einer ist so schnell auf den Beinen und kaum einer langt so aggressiv mit seinen Armen über das Netz wie der gebürtige Bielefelder. Bereits zweimal wurde er wegen seiner überragenden Blockqualitäten bester Blockspieler der „Lega Uno“, der NBA des Volleyballs, in dieser Saison war nur Mitspieler und Olympiasieger Gustavo Endres (BRA) noch vor ihm. In Italien wird er ehrfurchtsvoll „il muratore“, der Maurer, genannt.

Nur eine versteht es, die Mauer zu durchbrechen: Angelina Grün. Weniger mit ihren gefürchteten Angriffen, sondern vielmehr mit ihrer sympathischen Art. In Düsseldorf wird sie dabei sein und im ISS Dome die Daumen drücken, wenn sich Hübner den Traum von den Olympischen Spielen erfüllen will. Grün legt in diesem Sommer eine Nationalmannschaftspause ein und hofft dennoch, dass der gemeinsame Urlaub kurz ausfällt, weil Hübner die Peking-Vorbereitung aufnehmen muss.

Der Spielplan in Düsseldorf
23. Mai
17.00 Uhr: GER - TPE
20.00 Uhr: ESP - CUB

24. Mai
17.00 Uhr: ESP - TPE
20.00 Uhr: GER - CUB

25. Mai
12.00 Uhr: CUB - TPE
15.00 Uhr: GER - ESP

Tickets
Seit Anfang Januar können Eintrittskarten für das Highlight in Düsseldorf geordert werden. Tickets sind unter der Hotline 01805 – 644 332 (0,14 Euro/Min. aus dem dt. Festnetz ggf. abweichend bei Mobilfunknetzen) oder im Internet unter www.dticket.de erhältlich. Tickets können zudem in den Düsseldorfer Tourist-Informationen am Hauptbahnhof (Immermannstraße 65b) und am Marktplatz 6 in der Altstadt gekauft werden.

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