Juniorinnen-EM Foligno (w): Für DVV-Juniorinnen geht es um Platz 5 bis 8

Juniorinnen-EM Foligno (w): Für DVV-Juniorinnen geht es um Platz 5 bis 8 Symptomatisch für die Partie: Die DVV-Juniorinnen jubeln, die Tschechinnen sind frustriert.

Foligno - Erfolgreiche Startaufstellung, richtige Taktik, konsequente Umsetzung - so lässt sich aus deutscher Sicht das vorletzte Vorrundenspiel bei der Juniorinnen-EM in Italien bilanzieren. Mit dem nie gefährdeten 3:0 (25:16, 25:11, 25:18) über die Tschechische Republik am Dienstagabend in Foligno steht fest, dass die deutsche Mannschaft hinter den bislang ungeschlagenen Teams dieser Vorrunde, Italien und Türkei, mit nunmehr zwei Siegen und zwei Niederlagen an der Finalrunde ab Freitag im Palasport von Foligno (dort auch um 1 - 4) teilnimmt. Begleitet von Tschechien oder der Ukraine (je 1 Sieg), die am Mittwoch den Wegbegleiter der Deutschen ermitteln. Die bislang sieglosen Holländerinnen - am Mittwoch Gegner der DVV-Juniorinnen - müssen in jedem Falle die vorzeitige Heimreise antreten.

"Wir hatten viel Respekt vor der tschechischen Mannschaft, weil sie gute Leistungen gegen Italien und Holland gezeigt hatte", sagte Bundes-Nachwuchstrainer Jens Tietböhl nach Abpfiff. "Insofern sind wir glücklich über diesen Erfolg, der meiner Mannschaft Selbstvertrauen geben sollte für die weiteren Turnieraufgaben."

Nicht überraschend, dass er für die im Spiel zuvor am Knie verletzte Diagonalangreiferin Kira Walkenhorst Spielführerin Sarah Petrausch (sonst Außenangriff/Annahme) auf deren Position stellte. In die Annahme gemeinsam mit Janine Völker und Libero Lenka Dürr kam die Hamburgerin Natalia Cukseeva. Das Mittelblockduo bildeten Berit Kauffeldt und Saskia Radzuweit.
Diese umformierte Besetzung hatte bis auf die erste Hälfte des dritten Durchgangs erstaunlicher- und erfreulicherweise überhaupt keine Probleme mit dem Kontrahenten. Weil die taktische Marschroute - Druck mit kontrollierten Aufgaben, um Zeit für den eigenen Block zu haben - von den Tietböhl-Schützlingen konsequent befolgt wurde. Und bei den Tschechinnen lange heillose Verwirrung und Ratlosigkeit auslöste. Erst als die deutsche Annahme im dritten Abschnitt mehr Druck bekam und vorübergehend wackelte, konnten die Tschechinnen halbwegs mithalten.

"Ich habe schon am Abend zuvor erfahren, dass ich beginnen soll", erklärte Natalia Cukseeva, deren im Deutschen völlig unübliche Namens-Schreibweise (die Mutter spielte für die sowjetischen Juniorinnen, dann für Kasachstan) der Unkenntnis einer Hamburger Beamtin zu verdanken ist. Natalia spielte bei ihrer Premiere im „Startsiebener“ unbekümmert - solide in der Annahme, wirkungsvoll mit den Aufgaben und durchaus erfolgreich im Angriff. „Sie hat ihre Sache wirklich gut gemacht", lobte Trainer Tietböhl. Sein Pendant Rotislav Voralek hatte dazu wenig Anlass: "Ich habe einfach keine Erklärung, warum wir zwei Sätze so unglaublich schwach aussahen."

Spielstatistik GER-CZE

(epo.)

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