Junioren: Mit Leistungssteigerung zum zweiten Sieg
Am Ende des zweiten Turniertages der Europameisterschafts-Qualifikation in Kienbaum war der deutsche Bundestrainer Söhnke Hinz sehr zufrieden: „Wir haben heute die Leistungssteigerung gezeigt, die wir uns vorgenommen hatten. Und das war auch notwendig, denn die Ukraine hat heute auch eine viel bessere Leistung gezeigt als im gestrigen Spiel. Umso mehr freue ich mich, dass wir wieder 3:0 gewonnen haben.“
Mit der Ersten-Sechs wie im Spiel gegen Lettland begann das deutsche Team die Partie. Bauer, Umlauft, Kaliberda, Fromm, Horn, Galandi und Kohl als Libero hatten erneut das Vertrauen des Bundestrainers bekommen. In der Anfangsphase der Spiels agierte das deutsche Team aber nicht nur personell identisch zur Begegnung am Vortag, sondern auch von der Leistung. Viel zu überhastet und nervös wurden viele Aktionen auf deutscher Seite abgeschlossen - die Folge: Durch leichte Fehler und keine gute Verteidigung auf deutscher Seite, blieb die Partie lange offen. Erst nach der 2. Technischen Auszeit (TA) schaffte es das deutsche Team, sich einen kleinen Vorsprung heraus zu spielen - 21:16. Doch nur wenige Ballwechsel später hatte die Ukraine erneut den Anschluss geschafft - 21:19. In einer Auszeit stellte Söhnke Hinz sein Team wieder neu ein – mit dem erhofften Ergebnis. Wieder konzentrierter und konsequenter erarbeitete sich das deutsche Team vier Satzbälle. Der Zweite wurde dann genutzt: Kaliberda hämmerte den Ball durch den gegnerischen Block – 25:21 ging der erste Durchgang an Deutschland.
Im zweiten Satz kam die deutsche Mannschaft dann zunächst besser ins Spiel. Zur 1. TA führte das Team von Söhnke Hinz mit 8:4. Vor allem mit ihren Schnellangriffen durch Galandi und Bauer waren die Deutschen in dieser Phase – wie auch im gesamten Spiel – besser und häufig erfolgreich. Dagegen kam der deutsche Block zumeist zu spät und konnte die ukrainischen Angriffe nicht stoppen. Zum Glück – aus deutscher Sicht – waren die Angriffsversuche allerdings nur selten konsequent ausgespielt. „Wir hatten heute zu viele Probleme und konnten so unsere Spiel nicht wie gewollt aufzuziehen“, analysierte der Ukrainische Trainer Viktor Mykhalchuk nach der Partie. Diese Ungenauigkeiten und Fehler sorgten auch Mitte des zweiten Satzes dafür, dass die deutsche Mannschaft zu ‚leichten’ Punkten kommen konnte. Zur 2. TA war der Vorsprung der Deutschen auf 16:10 angewachsen, doch erneut konnte das Team von Söhnke Hinz diesen deutlichen Vorsprung nicht ‚verwalten’. Die Ukraine kam wieder Punkt für Punkt heran (18-15) und erst als der Bundestrainer die ‚Notbremse’ zog und zur Auszeit bat, kam wieder Ruhe ins deutsche Team. Von da an wurde die deutsche Führung bis zum Satzende weiter ausgebaut und erneut schloss Kaliberda den Satz ab – Schmetterball die Linie entlang – 25:19 für Deutschland und damit eine 2:0-Satzführung.
Der dritte Satz begann dann mit einem ‚Fehlaufschlag-Festival’ – beide Teams schlugen zahlreiche Angaben ins Netz oder ins Aus. Die Ukraine konnte sich allerdings wieder eher fangen als die Deutschen und somit folgerichtig einen Vorsprung zur 1. TA herausspielen – 6:8. „Unser Team kann sehr gut und schnell taktische Dinge umsetzen“ erklärte Söhnke Hinz, warum seine Mannschaft in der Auszeit erneut zurück ins Spiel fand, denn anschließend konnte Team Deutschland wieder ausgleichen - 11:11. Die 300 Zuschauer sahen in dieser Phase einige packende Ballwechsel. Mehrfach konnte der Ball durch die Feldabwehr zurück ins Spiel gebracht werden – allerdings immer mit dem besseren Ende für die Ukraine, die sich erneut einen 11:14-Vorsprung herausspielten. Doch das deutsche Team kämpfte sich wieder zurück. Fromm schaffte mit einem Ass den erneuten Ausgleich – 14:14. Doch schon zwei Ballwechsel später rutsche dem deutschen Angreifer der Ball bei der Annahme durch die Arme – ein Spielbild des deutschen Spiels – es blieb Licht und Schatten. In der 2. TA – Deutschland lag mit 14:16 zurück – fand Söhnke Hinz erneut die richtigen Worte. Das deutsche Team machte anschließend aus dem Rückstand eine 19:18-Führung. Auch den folgenden ‚Ballwechsel des Spiels’ konnten die Deutschen für sich entscheiden. Mehrfach konnten die Ukrainer spektakulär die deutschen Angriffe abwehren, bevor Lukas Bauer den Ball ins 3-Meter-Feld drosch – 23:21. Fast schon ‚traditionell’ beendete dann wenig später Kapitän Denis Kaliberda den Satz für Deutschland - 25:23. Das deutsche Team gewann damit auch sein zweites Spiel im Turnier mit 3:0 und holte sich damit am zweiten Spieltag die angestrebte Tabellenführung.