Grand Prix 2008: DVV-Frauen nach langer Reise gut in China gelandet

Grand Prix 2008: DVV-Frauen nach langer Reise gut in China gelandet

Deutschlands Volleyballerinnen sind wohlbehalten in Ningbo (China), dem Austragungsort der ersten Grand-Prix-Vorrunde mit deutscher Beteiligung, angekommen. Hinter ihnen liegt eine lange, etwa 24-stündige Reise

Foto 1: Treffen in Peking - Bundestrainer Giovanni Guidetti und Brasiliens Headcoach Zé Roberto / beide Fotos Kurth
Foto 2: Tasche an Tasche: Die deutschen Volleyballerinnen sind beim Grand Prix mit jeder Menge Gepäck unterwegs

Das Positive vorweg: Wohlbehalten und absolut pünktlich hat die deutsche Frauen-Nationalmannschaft am Dienstag die chinesische Küstenstadt Ningbo, den Austragungsort des ersten Vorrundenturniers des Grand Prix 2008 erreicht. Um 13 Uhr und damit exakt nach Plan landete der Flieger der Chinese Eastern Airlines am Flughafen der 1,5-Millionen-Metropole. Etwa 90 Minuten später war das Lebanner-Hotel erreicht und damit die etwa 24-stündige Anreise beendet.

Auf dem Weg hatte das deutsche Team das Gastgeberland China gut sieben Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking von unterschiedlichen, manchmal auch weniger angenehmen, Seiten kennengelernt. In Peking machten Spielerinnen und Betreuer – aus Frankfurt/Main kommend – Zwischenstation und staunten nicht schlecht, dass sie aufgrund der immensen Größe des neuen Terminals 3 den Weg von der Ankunftshalle bis zum Gepäckband via Shuttlezug zurücklegen mussten.

Vollbepackt ging es mit einem Shuttlebus weiter zu Terminal 2, wo vorzugsweise nationale Flüge abgefertigt werden, um dort zum Zielort Ningbo einzuchecken. Dem angenehmen Treffen mit Vorrundengegner Brasilien folgte die schnelle Ernüchterung. Genauestens nahmen die chinesischen Beamten die Ausrüstung der deutschen Auswahl unter die Lupe. Insbesondere eine der drei großen Aluminiumboxen erregte ihre Aufmerksamkeit.

„Bitte öffnen“, bedeuteten sie Delegationsleiter Jan Lindenmair – natürlich auf chinesisch. Dieser öffnete die Kiste mit allerlei medizinischem Equipment und führte vor: Tape, Bandagen, Eisspray, Sprühkleber... Mysteriöse und möglicherweise gefährliche Dinge, wie die Chinesen befanden und das Einchecken des Sperrgepäcks erst nach mehr als einstündiger intensiver Diskussion mit Lindenmair, Bundestrainer Giovanni Guidetti, Co-Trainer Felix Koslowski, Teamarzt Alexander Barié, Physiotherapeut Götz von Richthofen sowie Scout Alessandro Beltrami, Kontrolle mehrerer Instanzen und letztendlich der Herausnahme des Sprühklebers erlaubten.

In Ningbo dafür war der Empfang umso herzlicher. Am schicken Hotel Lebanner wurden die deutsche Delegation von chinesischen Schönheiten in hochgeschlitzten roten Kleidern mit einem Strauß weißer Rosen empfangen. Auch sportlich ging es am Ankunftstag noch zu. Am Abend bat Bundestrainer Giovanni Guidetti noch zu einer zweistündigen Trainingseinheit – in Anbetracht der langen Reise und allgegenwärtigen Müdigkeit jedoch nur ein kleiner Vorgeschmack auf das den deutschen Volleyballerinnen noch bevorstehende Pensum.

Conny Kurth