European League Trier (M): Türkei besiegt Weißrussland in fünf Sätzen
Die Türkei hat sich bei der European League in Trier mit einem hart umkämpften 3:2-Sieg (19-25, 25-21, 25-20, 23-25, 17-15) gegen Weißrussland an die Spitze der Vorrundengruppe B gespielt. In einer sehr wechselhaften Partie waren Volkan Güc (27 Punkte) und Siarhei Antanovich (23) die punktbesten Spieler.
Startformationen
Weißrussland: Artsiom Haramyikin, Siarhei Antanovich, Dzmitry Zhehzdryn, Siarhei Kitun, Anatoli Klysheuski, Siarhei Akulich und Dzmitry Likharad
Türkei: Arslan Eksi, Volkan Güc, Ibrahim Emet, Cüneyt Dagci, Emre Batur, Kadir Cin und Nuri Sahin
Während Weißrusslands Trainer Aliaksandr Sinhayevski auf die Stammformation des Vortags vertraute, wechselte Kollege Fausto Polidori nach der schwachen Leistung gegen Österreich nahezu seine komplette Mannschaft aus. Lediglich Diagonalangreifer Volka Güc und Mittelblocker Cüneyt Dagci bekamen wieder das Vertrauen. Die Maßnahme zeigte aber keine Wirkung, im Gegenteil: Die eingespielten Weißrussen gaben von Beginn an den Ton an, Zuspieler Artsiom Haramyikin setzte seine Angreifer variabel ein, das Spiel der Türken war dagegen sehr fehlerhaft.
Der Spielverlauf setzte sich auch zu Beginn des zweiten Satzes fort, die Weißrussen gingen schnell hoch in Führung (7-2). Bis dahin war nur Güc konstant erfolgreich, sodass Spielerwechsel (Ulas Kiyak und Cem Kurtar kamen) auf türkischer Seite der Partie eine Wende geben sollten. Das klappte: Die Türken kämpften nun um jeden Ball, den Weißrussen unterliefen Fehler. Beim 11-12 hatten die Türken erstmalig die Führung inne, die auf 12-16 ausgebaut wurde und im Satzausgleich endete.
Die Türken waren nun wesentlich besser im Spiel und punkteten mit allen Elementen – die Weißrussen präsentierten sich völlig von der Rolle. 8-3, 16-9 und 21-16 lauteten die Stationen zur 2:1-Satzführung, die Güc per Angriff herstellte.
Der vierte Satz war ein Wechselbad der Gefühle. Zunächst deutete alles auf den Satzausgleich der Weißrussen hin, die mit viel Druck agierten und sich eine hohe Führung erarbeiteten (16-10). Dann sorgte der türkische Diagonalangreifer Güc nahezu im Alleingang für den Ausgleich (19-19), ehe wieder die Weißrussen punkteten und den fünften Satz erzwangen.
Der fünfte Satz war ein Spiegel des bisherigen Spiels: Zunächst führten die Weißrussen 8-5, dann glichen die Türken aus (10-10), ohne jedoch zunächst in Führung gehen zu können. Ein Angriffsfehler von Antanovich bescherte den Türken beim 13-14 die erste Führung, die schließlich ihren dritten Matchball per Block zum Sieg verwandelten.
Stimmen zum Spiel
Fausto Polidori (Trainer Türkei): „Ich bin glücklich, weil wir schwierige Situationen im ersten und vierten Satz hatten, damit aber umzugehen wussten. Wie haben technisch und taktisch kein gutes Spiel gemacht, aber wir sind als Team und Gruppe gewachsen.“
Ulas Kiyak (Kapitän Türkei): „Wir sind schlecht in das Spiel gestartet, aber dann haben wir ihren Widerstand gebrochen. Den vierten Satz haben wir verschenkt, im fünften Satz wollten wir den Sieg mehr, deswegen haben wir gewonnen.“
Aliaksandr Sinhayevski (Trainer Weißrussland): „Wir hatten alles in der Hand, haben im letzten Satz schon eine große Führung herausgespielt und geben dann die Kontrolle über die Partie völlig ab. Dazu einige leichte Fehler und schon verlieren wir das Match noch, obwohl wir schon wie der sichere Sieger ausgesehen haben.“
Artsiom Haramykin (Kapitän Weißrussland): „Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel, wo am Ende auch das Glück den Ausgang mit entschieden hat. Auf unserer Seite gab es einige unglückliche Aktionen in der Schlussphase und damit haben wir dann den Sieg leichtfertig aus der Hand gegeben.“